Bei Rheuma ist auch heute eine Kur die Therapie 1. Wahl
Tags:Kaum eine Krankheitsform ist so schwer bestimmbar und in den verschiedensten Bereichen anzusiedeln wie Rheuma, weshalb man auch unter Fachleuten meist generalisierend von Rheumatischen Erkrankungen spricht, denen vor allem schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates zuzuordnen sind.
Unterschieden werden entzündliche, degenerative, extraartikuläre (außerhalb der Gelenke liegende = Weichteilrheumatismus) rheumatische Erkrankungen, Arthropatien (nichtentzündliche vorwiegend degenerative Gelenkserkrankungen) und Spondylopathien (degenerative Wirbelsäulenerkrankung), welche meist durch Stoffwechselerkrankungen hervorgerufen werden.
Bei allen Erkrankungen dieser Art haben sich seit Jahrtausenden Behandlungen in den Heilbädern äußerst bewährt.
Auch heute noch stellen Rheumakranke die größte Gruppe aller Leidenden, welche Heilbäder aufsuchen. Der Grund liegt vor allem darin, daß rheumatische Erkrankungen möglichst mit einem breiten Spektrum an Anwendungen behandelt werden sollten. Gerade in den Kurorten steht neben der Betreuung durch hochqualifizierte Ärzte der Rheumatologie und Balneologie die ideale Kombination für die Prävention, Therapie und Rehabilitation der Rheumakranken durch Nutzung ortsgebundener Heilmitteln in Verbindung mit physikalischer Therapie und, falls sinnvoll, medikamentöser Behandlung, in idealer Weise zur Verfügung,wie sie kaum am Wohnort der Erkrankten möglich ist.
Die große Vielfalt der rheumatischen Erkrankungen macht eine sorgfältige Diagnose durch den Hausarzt oder einen Spezialisten erforderlich, denn es gibt Formen des Rheumas bei denen eine Kur nicht angezeigt ist. Hierzu gehören das rheumatische Fieber sowie die meisten „Kollagenosen“ (Bindegewebsveränderungen durch durch Autoimmunprozesse).
Dagegen können in den Fällen von rheumatoider Arthritis (chronische Polyarthritis), ankylosierende Spondylitis (Strümpell - Marie - Bechterewsche Erkrankung) aber auch bei den chronisch rezidivierendem Verlaufsformen der sogenannten seronegativen Arthritiden (z.B. Reiter - Syndrom, Yersinia - Arthritis) Kuren in den Heilbädern (kombinierte Rheumakur) die optimale Behandlung bieten.
Bei Gicht ist nur in chronischen Fällen oder wegen sekundär auftretenden Arthrosen eine Kur sinnvoll. Schließlich stellt die Arthritis psoriatica einen Sonderfall dar, weil hier eine spezielle Sole - Photo - Therapie von Nutzen ist, die ebenfalls in zahlreichen Heilbädern zu finden ist.
Wenn Ihr Arzt für Sie eine genaue Rheuma - Diagnose getroffen hat, ist es ihm oder auch Ihnen möglich durch Aufruf mit den Stichworten diejenigen Heilbäder im Bäder-Führer aufzufinden, die für Ihre spezielle Erkrankung die größte Gewähr für eine optimale Behandlung bietet.

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