1. Februar 2001

Rauchen streßt

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Viele Raucher behaupten, mit Hilfe der Zigarette könnten sie besser Streß abbauen. Das Gegenteil ist der Fall, sagt Andy Parrott, Psychologe an der University of East London. Wer raucht, um Streß abzubauen,fügt sich selbst nur weiteren Streß zu, denn der scheinbar entspannende Effekt des Rauchens kommt nur dadurch zustande, daß durch den Griff zur Zigarette die Spannung, die durch ein Sinken des Nikotin - Levels entstanden ist, wieder aufgehoben wird. “Die gewohnheitsmäßigen Raucher brauchen jedoch bald eine weitere Zigarette, um die neuen Abstinenzsymptome,die sich wieder einstellen, zu bekämpfen. Das wiederholte Empfinden negativer Stimmungen zwischen den Zigaretten bedeutet, daß Raucher dazu neigen, einleicht überdurchschnittliches tägliches Stress-Niveau zu erleben. Somit scheint Nikotin - Abhängigkeit eine direkte Ursache von Streß zu sein, erläutert der Professor.

Für seine Studie, die in der Oktober-Ausgabe des “American Psychologist”(Vol. 54, No. 10) veröffentlicht wurde, analysierte Parrott zahlreiche Untersuchungen über erwachsene Raucher, jugendliche Raucher und Nikotin-Entwöhnungen. Parretts These wird sowohl von Untersuchungen von jugendlichen Rauchern als auch über aufhörende Raucher gestützt. Die Streß - Symptomatik, die bei Erwachsenen festzustellen ist, läßt sich auch bei jugendlichen Rauchern aufzeigen.

Das stärkste Argument für seine These sind aber wohl Forschungsergebnisse,die belegen, daß das Abgewöhnen des Rauchens Streß reduziert. Mehrere frühere Studienbelegen, daß ehemalige Raucher sich als weniger gestreßt erwiesen als jene,die immer noch rauchen.

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