Beiträge für März, 2002

1. März 2002

Ärger erhöht das Schlaganfallrisiko

Wer sich oft über Andere ärgert und schnell aufbraust, trifft auch die eigene Gesundheit. Zornige Menschen erleiden schneller einen Schlaganfall, berichtet die Zeitschrift “Stroke” (Band 33, Nr. 1, S. 13) der Amerikanischen Herzgesellschaft. Frühere Untersuchungen hatten bereits gezeigt, dass zornige Menschen außerdem für Herzattacken anfälliger sind.

Forscher vom Zentrum für Krankheitsvorsorge in Atlanta (USA) haben die Gesundheitsdaten von nahezu 14.000 Erwachsenen ausgewertet. Die Wissenschaftler fanden, dass insbesondere Menschen unter sechzig, die viel vom sogenannten “guten” HDL - Cholesterin im Blut hatten, das Schlaganfälle vorbeugt, mit ihrem Zorn ihre gute Verfassung ruinieren können.

Bei ihnen steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall etwa um das Dreifache. Aber auch Menschen, die bereits ein erhöhtes Schlaganfall - Risiko besaßen – etwa aufgrund geringer HDL - Werte – steigern ihr Risiko zusätzlich, wenn sie sich oft über andere Menschen ärgern.

Warum Zorn das Risiko für Schlaganfälle erhöht, wissen die Ärzte jedoch nicht genau. Möglicherweise belastet bei leicht aufbrausenden Menschen ein erhöhter Blutdruck den Kreislauf, und aufgrund bestimmter Signalstoffe neigt das Blut eher zum Verklumpen. Erhöhte Adrenalinwerte könnten zudem die Gefäßwände schädigen, schreiben die Forscher.

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1. März 2002

Langschläfer sterben früher

Wer jede Nacht mehr als acht Stunden schläft, stirbt im Durchschnitt früher. Das berichten Forscher der Universität San Diego und der amerikanischen Krebsgesellschaft in den “Archives of General Psychiatry” (Ausgabe vom 15. Februar).

Die Wissenschaftler um Daniel F. Kripke hatten über eine Million Amerikaner nach ihren Lebensgewohnheiten, ihrer Vor- und Krankengeschichte und nach Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht gefragt und aus diesen Daten das allgemeine Sterberisiko jedes Probanden abgeschätzt. Die Schlafforscher konnten auf diese Weise Patienten mit gleichem Grundrisiko, aber unterschiedlichem Schlafverhalten miteinander vergleichen.

Am geringsten war die Sterberate bei Probanden, die sieben Stunden pro Nacht schliefen. Wer acht Stunden oder mehr schlief, hatte in der siebenjährigen Untersuchungszeit bereits ein um zwölf Prozent höheres Sterberisiko, das sogar jenes der “Kurzschläfer” mit nur fünf Stunden Schlaf noch übertraf. “Wer im Durchschnitt 6,5 Stunden schläft, kann beruhigt sein: Das ist ein sicherer Wert”, zieht der Studienleiter Kripke Bilanz. Aus Gründen der Gesundheit gebe es keinen Grund, länger zu schlafen.

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1. März 2002

Hormonbehandlung in den Wechseljahren ist nicht immer gut

Nicht jede Frau in den Wechseljahren profitiert von einer Hormonbehandlung. Amerikanische Wissenschaftler haben in einer Studie an über 2.500 Frauen herausgefunden, dass die Hormongabe zwar gut für Frauen ist, die bereits unter den typischen Symptomen wie Hitzewellen leiden. Frauen, die über keine Symptome klagten, fühlten sich jedoch durch die Hormone schlechter: Sie waren eher schlapp, hatten keine Energie mehr und ihre geistigen Fähigkeiten ließen nach. Das berichten Forscher der Universität Stanford in der Fachzeitschrift “Journal of the American Heart Association” (Ausg. 287, S. 591).

Die Hormongaben sollen vor Osteoporose schützen, indem sie die Knochen stärken. Sie können jedoch auch das Brustkrebsrisiko steigern, haben Studien gezeigt. In einer vorhergehenden Untersuchungen hatten die Forscher nachgewiesen, dass die Einnahme von Hormonen in den Wechseljahren entgegen früherer Annahmen nicht das Risiko von Herzkrankheiten senkt. Die Wissenschaftler empfehlen daher, das Für und Wider einer Hormonbehandlung sehr gut abzuwägen.

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1. März 2002

Ungesunde Ernährung erhöht das Risiko für Typ - 2 Diabetes bei Männern

Übergewicht, zuviel Weißbrot, Rind- und Schweinefleisch, zu fettiges Essen und zuwenig Sport: Diese Kombination erhöht bei Männern mittleren Alters das Risiko, an Diabetes vom Typ - 2 zu erkranken. Das schreiben amerikanische Wissenschaftler in der Zeitschrift “Annals of the Internal Medicine” (Ausg. 136, Nr. 3, S. 201).

Die Wissenschaftler hatten zwölf Jahre lang über 42.000 Männer untersucht. Als besonderen Risikofaktor beschreiben die Forscher die Essgewohnheiten. So erkrankten Männer mit ungesundem Ernährungsverhalten häufiger als Männer, bei denen Gemüse, Obst, Fisch, Geflügel und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan standen – auch wenn sie viel Sport trieben.

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1. März 2002

Weltweit größte Studie weist schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur nach

Inn einer Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum wurden die ersten Ergebnisse der weltweit größten Akupunkturstudie bekanntgegeben. Bei den Behandlungen im Rahmen der Studie “gerac” (german acupuncture trials) sei bei ungefähr 90 Prozent der Patienten eine Linderung der Beschwerden aufgetreten. Unerwünschte Wirkungen gab es so gut wie keine. Durchgeführt wird gerac unter der Leitung der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhr-Universität Bochum.

Im ersten Teil der Studie wurden 40.123 Patienten, die im Durchschnitt 58 Jahre alt waren, mit Akupunktur behandelt. Rund die Hälfte wurde wegen Rückenschmerzen behandelt, etwa ein Viertel gegen Kopfschmerz, mehr als 10 Prozent litten unter Knie- oder Hüft-Arthrose. Die restlichen Patienten hatten mehrere Schmerzindikationen oder die Indikationsstellung war lückenhaft dokumentiert. Eine Linderung der Beschwerden trat bei 89,8 Prozent der Studienteilnehmer auf, in 50 Prozent der Fälle sogar bereits nach weniger als zwei Wochen (das waren meistens vier Sitzungen). Bei acht Prozent trat eine Linderung nach weniger als 10 Sitzungen auf.

Der zweite Teil der Studie, der jetzt anläuft, soll zeigen, ob Akupunktur eine anhaltende schmerzlindernde Wirkung hat. Dafür wird die Standardtherapie zur entsprechenden Schmerzindikation mit zwei Akupunkturformen verglichen. Es handelt sich dabei um eine Akupunkturform ensprechend den Regel der traditionellen chinesischen Medizin und einer eigens für die Studie entwickelten Form. Nach etwa drei Jahren soll die gerac - Studie abgeschlossen sein.

An der Studie beteiligen sich auch einige Krankenkassen, was einmalig in der Geschichte bundesdeutscher Krankenkassen ist. Das Forschungsvorhaben ist weiterhin weltweit einmalig in Bezug auf die Größe. Bisher gab es im Höchstfall Daten von nicht mal 10.000 behandelten Patienten, im Schnitt eher 2000. Bei gerac gingen bereits in den ersten Teil der Studie 400.000 Daten von Einzelbehandlungen ein.

In welchen Heilbädern Akupunktbehandlungen möglich sind zeigt der Bäder-Führer über das Pulldown - Menu „Therapien“ über den Button „Heilanzeigen“.

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1. März 2002

Abrupte Bewegungen können Hirnschlag auslösen

Schnelle, plötzliche Änderungen der Körperhaltung sind die häufigsten Auslöser von Schlaganfällen. In einer Studie an 150 Patienten fanden israelische Wissenschaftler, dass beinahe die Hälfte der Hirnschläge durch abrupte Bewegungen bewirkt wurden. Von ihrer Untersuchung der kurzfristigen Risikofaktoren, die im Gegensatz zu Langzeitrisiken wie Rauchen und hoher Blutdruck noch kaum bekannt sind, berichten die Mediziner am Freitag auf der 27. internationalen Schlaganfallkonferenz in San Antonio.

Neben der plötzlichen Änderung der Körperhaltung können auch emotionaler Stress und Wut, körperliche Anstrengungen und jähe Temperaturänderungen in der Umgebung Hirnschläge auslösen, fanden die Forscher um Silvia Koton von der Universität Tel Aviv. Sie fordern jetzt, dass ältere Menschen über die direkten Auslöser von Schlaganfällen besser aufgeklärt werden müssten.

In verschiedenen Studien wurden bereits die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt untersucht. Dabei wurde gezeigt, dass unterschiedliche physikalische Faktoren einen Herzinfarkt innerhalb einer Stunde auslösen können. Wahrscheinlich lösen sich hierbei Gerinnsel in den Arterien und verstopfen die Blutzufuhr zum Herzen. Bis jetzt war jedoch nicht klar, ob ähnliche Faktoren einen Schlaganfall auslösen. Koton meint, dass ein Schlaganfall komplizierteren Mechanismen unterliegt als ein Herzinfarkt.

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