Beiträge für Juli, 2002

16. Juli 2002

TCM, Traditionelle Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) deutet Krankheitsvorgänge und -symptome als individuelle Äusserungen einer Störung der Körperharmonie. Nach dieser Betrachtungsweise fliesst die Lebensenergie (Chi/Qi) jedes Menschen in zwölf Leitbahnen - den sogenannten Meridianen - durch den Organismus. Die Meridiane stehen mit den Körperorganen und untereinander in Verbindung. Durch Störungen oder Blockaden dieses Energieflusses kommt es zu Dysharmonien im Körper, die sich durch verschiedene Symptome und Krankheiten äussern. Der chinesisch-medizinisch ausgebildete Arzt kennt spezielle Diagnosemethoden, zum Beispiel die Puls- und Zungendiagnostik. Ziel der ursächlichen Erfassung verschiedenster Leiden ist, das Verhältnis von sinkender und steigender Energie, von innen und aussen, heiss und kalt, von Mangel und Fülle im Körper zu erkennen. Für die Behandlung stehen zahlreiche Möglichkeiten wie etwa die chinesische Heilpflanzen- und Ernährungslehre, Akupressur, Akupunktur, Qi Gong und Tai Chi zur Verfügung. Sie werden an der Aeskulap-Klinik individuell kombiniert mit anderen komplementär- und schulmedizinischen Verfahren angewandt.

Eine seit Jahren anerkannte Anwendung aus dem Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die Akupunktur. Die Methode geht ebenfalls vom Meridiansystem aus: Auf den Meridianen nämlich liegen die Akupunkturpunkte, die der spezialisierte Arzt mit feinen Metallnadeln einen Millimeter bis mehrere Zentimeter tief ansticht. Abhängig von der zu behandelnden Krankheit werden ein bis acht Akupunkturpunkte ausgewählt. Eine Behandlung dauert zwischen 15 und 60 Minuten, während denen die Nadeln in der Haut verbleiben und der Patient ruhig liegt. Akupunktur ist eine Reiztherapie, die den Organismus zu einem energetischen Ausgleich aktiviert. Besonders gute Erfolge erzielt man damit bei chronischen und akuten Schmerzen, Migräne sowie bei sogenannten funktionellen und psychosomatischen Leiden, wie z.B. bei Verdauungsstörungen, Herz-Kreislauf-Störungen, Schlaflosigkeit usw.

Die Moxibustion ist eine Sonderform der Akupunktur und kommt vor allem zur Behandlung chronischer Erkrankungen zur Anwendung. Statt Akupunkturnadeln setzt der Arzt das chinesische Moxakraut ein. Dieses wird auf spezielle Weise über den Akupunkturpunkten verbrannt. Durch die starke Hitze können Essenzen des Krautes in die Haut eindringen und die positive Reizwirkung am Akupunkturpunkt verstärken. Die Moxibustion bewirkt eine Energiezufuhr. Dies ist insbesondere bei verschiedenen chronischen Krankheiten von Nutzen, da diese meist mit einer Verminderung des Energieniveaus einhergehen.

Die Traditionelle Chinesische Medizin und die Akupunktur gehören - wie die Homöopathie, die Phytotherapie, die Neuraltherapie und die Anthroposophische Medizin - zu jenen sechs Therapieverfahren, die in der Schweiz von den Krankenkassen in der Grundversicherung anerkannt sind.

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16. Juli 2002

FBL / Funktionelle Bewegungslehre

FBL - das Kürzel für “Funktionelle Bewegungslehre” - wurde von Frau Susanne Klein-Vogelbach (1909-1996) zwischen 1955 und 1975 entwickelt. Für ihre Verdienste wurde Frau Klein-Vogelbach 1979 von der medizinischen Fakultät der Universität Basel mit der Auszeichnung Dr.med.h.c. geehrt.
 
Ziel der funktionellen Bewegungstherapie ist der freie, ungehinderte Gebrauch unseres Körpers, wie wir dies vom natürlichen Bewegungsverhalten eines gesunden Menschen her kennen.

Die FBL ist ein Konzept, das das präzise Beobachten, Analysieren und Beschreiben normaler und gestörter Bewegung ermöglicht. Damit ist sie die Basis für jede seriöse funktionelle Behandlung.

Sowohl nach Unfällen (posttraumatisch) als auch nach Operationen (postoperativ) ermöglicht sie ein differenziertes und der jeweiligen Situation des Patienten angepasstes Vorgehen.

Bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen ist sie eine unersetzliche Hilfe zur adäquaten Bewegungstherapie.

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16. Juli 2002

MAT / Medizinisches Aufbau-Training

Beim medizinischen Aufbautraining werden rehafähige Kraft- und Ausdauertrainingsgeräte in die Therapie miteinbezogen, um Defizite in den unterschiedlichen Erscheinungsformen von Muskelarbeit (z.B. Kraft, Kraftausdauer, Koordination, Ausdauer etc.) auszugleichen.

Die Krafttrainigsgeräte werden funktionell eingesetzt, d.h. es werden mittels der Geräte Vorraussetzungen trainiert, Alltagsbewegungen wieder durchführen zu können, oder es werden mit den Geräten selbst Alltagsbewegungen ausgeführt.

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15. Juli 2002

Gewichtsbad

Unterwasserbehandlung, Spezialität ungarischer Thermalbäder , bei der der Patient in thermoneutralem Wasser (31 - 33° C) bis zum Hals eingetaucht wird. Mithilfe einer Apparatur erfolgt eine Befestigung an Hals oder/und den Achselhöhlen. Durch Bleigewichte, die an bestimmten Körperpartien angebracht werden, kann eine individuelle, diagnosegerechte und schonende Dehnung herbeigeführt werden, durch welche Schmerzen gelindert oder behoben werden.

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