Beiträge für August, 2002

13. August 2002

Psammotherapie - das medizinische Sandbad

Medizinische Sandbäder, welche unter dem Begriff Psammotherapie in der Schulmedizin geführt werden, gab es bereits in der Antike und sie werden im mediterranen Raum auch heute noch kurmäßig eingesetzt. Es hat in der Vergangenheit nicht an Versuchen gefehlt, diese Behandlungsform nach Norden zu verpflanzen. Dieses scheiterte allerdings an den damals noch unzureichenden technischen Möglichkeiten. Die Psammotherapie war deshalb bei uns in Vergessenheit geraten. Einem engagierten Team aus Ärzten und Technikern ist es nun gelungen, diese effiziente Therapieform jetzt ubiquitär anwendbar zu machen.

Bei der neuen Form der Psammotherapie, wird der Patient in einem wannenförmigen Therapiegerät, vom Therapeuten mittels Sandschaufel und Sandschieber, regelrecht mit dem körperumhüllenden Vlies in den Sand eingegraben, wobei der Herzbereich zur Schonung des Patienten ausgenommen wird. Durch dieses Procedere wird das begriffsgerechte Sandbad mit seinen entscheidenden Vorteilen ermöglicht. Zur Realisierung dieser sanften Behandlungsform bedarf es einer großen Sandmenge von etwa 475 kg, die im Überdruckverfahren mit Hilfe moderner Mess - und Regeltechnik auf einer konstanten Therapietemperatur gehalten wird und eine indikationsgerechte Lagerungstiefe des Patienten unter einwandfreien hygienischen Kautelen ermöglicht. Es besteht kein Hautkontakt zum Sand. Nach Therapieende wird der Patient vom Therapeuten wieder aus dem Sandbad befreit und kann sich zur Nachruhe begeben. Die neue Form der Psammotherapie hat sich bereits millionenfach in diversen Akutkliniken, Rehakliniken und Gesundheitszentren, sowie bei großen internationalen Klinikgruppen bewährt und zeichnet sich durch größere Therapiebreite und hohe Kosteneinsparung, unter Schonung der natürlichen Ressourcen aus. Sand steht in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Material ist nicht nach der Einsatzzeit nicht kontaminiert und kann einfach entsorgt werden. Die Psammotherapie, das medizinische Sandbad, ist mit Versicherungsträgern und Krankenkassen, sowie nach der Beihilfeordnung abrechenbar. Der Hersteller hat jetzt in Zusammenarbeit mit diversen Universitätskliniken, einen Messplatz für den Wirkungsnachweis der Psammotherapie entwickelt. Diese richtungsweisende Technologie ermöglicht es, die Behandlungsergebnisse in Form einer quantitativen Therapie-Erfolgskontrolle, schon während der Behandlung zu dokumentieren. Diese ist eine wichtige Basis für Versicherungsträger und Leistungserbringer in einem zukünftig immer stärker ökonomisch orientierten Gesundheitswesen.

Die Psammotherapie wird bei orthopädischen Erkrankungen, in der Urologie, bei Frauenleiden, in der Nervenheilkunde, der Sportmedizin und weiteren Anwendungsbieten, bei denen trockene Wärme angezeigt ist, erfolgreich eingesetzt.

Umfangreiche Informationen und Therapiestudien erhalten Sie unter www.psammotherapie.de

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13. August 2002

Sandbad

Psammotherapie mit Teil- (z.B. Gliedmaßen) oder Ganzanwendung (nach Abdecken empfindlicher Körperteile) von auf 40–50 °C erwärmtem Sand (in dicker Schicht) für ca. 30–60 Min.; z.B. bei Psoriasis, chronischen Dermatosen.

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13. August 2002

Sanarium

Niedertemperatursauna mit ca. 50% Luftfeuchte. Die Temperaturen liegen bei angenehmen 60°C.

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13. August 2002

Rasul

Im antiken Orient wurzelt die Kultur des Schönheitsbades Rasul. Ausgewählter Pflegeschlamm in Kombination mit einem Kräuterdampfbad und die behagliche Atmosphäre des Tepidariums gehen unter die Haut.
Das Zeremoniell: Im Salbungsraum entnimmt man die gewünschte Schlammschale, trägt den Schlamm mit der Hand dünnschichtig am ganzen Körper auf und läßt den Schlammfilm leicht antrocknen. Die Schlämme unterscheiden sich durch verschiedene Körnungen, so daß jedem Hauttyp Rechnung getragen wird.

Jetzt betritt man das Rasul, den Kräuterdunstraum.

Im Rasul genießt der Anwender die vor seinen Augen auf dem Spezialofen verarbeiteten Kräuter.

In der ersten Phase der Akklimatisierung herrscht eine milde Wärme, um den Duft der Kräuter ungestört genießen zu können.
In der zweiten Phase wird in mehreren Kräuterdampfschüben kräftig überwärmt, während der Anwender mit leicht kreisenden Bewegungen den Schlamm in die Haut einmassiert.

Nach dem Rasul-Kräuterdampfbad wird der Körper abgeduscht. Trockenfrottiert trägt man zur Rückfettung hochwertige Öle auf, um anschließend eine halbe Stunde zu ruhen. Nachdem man mindestens eine Stunde mit der Erfüllung des Zeremoniells zugebracht hat, fühlt man sich wie neu geboren. Verkrustete Cremereste und teilweise abgestorbene Zellen der oberen Hornhaut werden entfernt. Unterstützt durch die Massage wird das Unterhautgewebe gefestigt, der Muskeltonus positiv beeinflusst und der Stoffwechsel angeregt.

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13. August 2002

Sudatorium

Dampfschwitzbad in den antiken Thermen; es besaß Wannen mit heißem Wasser, heute meist Dampfbad in einem Römisch-Irischen Bad.

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13. August 2002

Tepidarium

Das Tepidarium (Warmraum) war der Kernraum in den römischen Thermen und diente zur Regeneration und Erholung alter und kranker Menschen, aber auch als bevorzugter Raum für die Kommunikation und für das Gesellschaftsleben. Das Besondere an einem Tepidarium (…das mild Wärmende) ist die wohltuende und gleichmäßige Strahlungswärme die von den Wänden und vom Fußboden auf den Menschen einwirkt. Die Wand- und Bodentemperatur liegt in der Regel etwas über der Körpertemperatur des Menschen. Die Lufttemperatur im Tepidarium ist sehr gering (ca. 25 - 30°C) da keine Türe vorhanden ist und der Zutritt über einen offenen Eingang erfolgt. Die angenehm wohlige Strahlungswärme bei einer sehr geringen Lufttemperatur bewirkt ein wesentlich größeres Schweißpotential als bei einer herkömmlichen Sauna. Hier handelt es sich um Infrarotstrahlung die ins Körpergewebe eindringt, während beim Saunabetrieb eine Erwärmung der Körperoberfläche durch heiße Luft erfolgt. Das Wärmegefühl im Tepidarium ist mit einer gleichmäßigen Sonnenbestrahlung von allen Seiten an einem Wintertag vergleichbar. Tepidarien werden deshalb für ein breites Therapiespektrum und als vorbeugende Maßname zur Stärkung und Immunisierung des Körpers durch Mobilisierung des Energieflusses eingesetzt besonders Arthritis, Rheuma, Allergien, Bluthochdruck und Herz- Kreislaufbeschwerden, aber auch allgemeine Erkältungserkrankungen, Keuchhusten und Bronchitis werden durch die Strahlungswärme des Tepidariums positiv beeinflusst, bzw. geheilt.

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