Beiträge für Juni, 2003

11. Juni 2003

Was ist SMT Ardenne?

Die von dem Physiker Manfred von Ardenne Ende der 70er Jahre entwickelte Sauerstoffmehrschritt-Therapie (SMT) ist eine Ganzheitsbehandlung. Sie wirkt nicht nur auf ein einzelnes krankes Organ, sondern auf den gesamten Organismus. Die Therapie besteht aus einer Kombination kurmässiger Sauerstoffinhalationen (mit ionisiertem Sauerstoff), körperlicher Aktivität und Einnahme von Antioxidantien (Vitamine und Spurenelemente).

Indikationen:
A. Vorbeugende Behandlung:
- Senkung der Infektanfälligkeit
- Erhöhung der Kreislaufstabilität
- Stärkung der Kondition und Stabilisierung z.B. bei beruflichem Dauerstress
- Stärkung vor voraussehbaren schweren körperlichen oder psychischen Belastungen (z.B. Operationen, Geburten, sportliche Wettkämpfe)
- Milderung der Folgen von starkem Stress (Herzinfarktgefahr, Müdigkeit, Erschöpfungszustände, Atembeschwerden, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Leistungsrückgang etc.)
- Steigerung der Leistungsfähigkeit und des subjektiven Wohlbefindens im höheren Alter

B. Behandlung von Erkrankungen:
- Senkung der Häufigkeit und Stärke von Migräneanfällen
- Bekämpfung von Hörsturz und Tinnitus
- Senkung der Häufigkeit von Angina pectoris Anfällen, Kreislaufstörungen und Dauerschwindel
- Stärkung der Atemmuskulatur bei Lungenerkrankungen
- Milderung von altersbedingten Veränderungen im Bereich der Augen
- Beschleunigung der Wundheilung
- Reduzierung von Durchblutungsstörungen der Extremitäten und Vorbeugung von
- Spätschäden des Diabetes mellitus
- Verzögerung der Gefäßverkalkung
- Milderung der Schäden durch Strahlen- und Chemotherapie

Durchführung einer SMT-Kur

Üblicherweise wird eine SMT-Therapie mit täglichen Sitzungen von 30 Minuten über 18 Tage durchgeführt. Neuerdings gibt es Kurzkuren, die auch bei einer Dauer von 10 und sogar nur 3 Tagen schon beeindruckende Wirkungen zeitigen.

Im Bäder-Führer sind zur Zeit 23 Kurorte zu finden, in denen die SMT Ardenne angeboten wird. Sie ist vor allem eine Behandlung, die als zusätzliche Therapie bei Durchführung vieler Kuren sinnvoll ist, weil sie den Kurerfolg bei der eigentlichen Therapie verstärken kann.

Weil die SMT aber allgemein bei Erschöpfungs- und Alterungserscheinungen oft Wunder bewirkt, wird diese Therapie inzwischen nicht zu Unrecht oft als Anti-Aging Behandlung angeboten.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall, eine beabsichtigte SMT-Therapie vorher mit dem Kur- oder Hausarzt abzustimmen.

Die Kosten der Sauerstoffmehrschritt-Therapie werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

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11. Juni 2003

Steife Hauptschlagader zeigt hohes Schlaganfallrisiko an

Menschen mit einer steifen Hauptschlagader haben ein besonders hohes Risiko, einen tödlichen Hirnschlag zu erleiden. Das berichten französische Forscher im Fachmagazin “Stroke”. Die Hauptschlagader oder Aorta leitet das Blut vom Herzen zu allen Körperteilen.

Das Team um Stéphane Laurent vom Europäischen Krankenhaus “Georges Pompidou” in Paris beobachtete mehr als 1.700 Patienten mit leichtem Bluthochdruck über einen Zeitraum von beinahe acht Jahren. In der Zeit starben 25 der Patienten an einem Hirnschlag. Deren Hauptschlagadern hatten sich in den vorangegangenen Untersuchungen als besonders steif erwiesen, fanden die Mediziner in ihrer Analyse der Daten. Selbst nachdem sie andere Risikofaktoren wie Alter, Cholesterinspiegel oder Diabetes miteinbezogen hatten, blieb der Zusammenhang zwischen der Steifheit der Hauptschlagader und dem Hirnschlag-Risiko bestehen.

Die Messung der Steifheit der Hauptschlagader eigne sich als Diagnosemethode, um das Risiko für einen Hirnschlag abzuschätzen, folgern die Forscher. Ob eine steife Hauptschlagader aber ursächlich einen Hirnschlag auslösen kann, wissen die Mediziner noch nicht. Klinische Studien sollen nun zeigen, ob Medikamente gegen eine steife Hauptschlagader einem Hirnschlag vorbeugen können.

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11. Juni 2003

Medikament gegen Arthritis kann Krebs aufhalten

Ein Botenstoff des Immunsystems, der bei rheumatoider Arthritis zur Zerstörung der Gelenke beiträgt, fördert möglicherweise auch das Tumorwachstum. Daher könnte ein Medikament gegen Arthritis auch gegen Krebs helfen. Das berichtet ein internationales Forscherteam in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (Ausgabe vom 17. Februar).

Interleukin-1 ist ein Protein, das bei Immun- und Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielt. Die Wissenschaftler um Ron Apte von der Ben-Gurion-Universität in Israel züchteten genetisch veränderte Mäuse, die kein Interleukin-1 produzieren. Diesen spritzen sie Haut-, Brust- oder Prostatakrebs-Zellen. Während die Mäuse einer Vergleichsgruppe alle an Krebs erkrankten und innerhalb von zwanzig Tagen starben, entwickelten die genetisch veränderten Mäuse erst wesentlich später Tumore oder erkrankten gar nicht.

Insbesondere entstand bei diesen Mäusen kein Netz aus Blutgefässen, welches für die Entstehung von Tumoren bedeutsam ist. Wenn die Forscher ihnen jedoch Interleukin-1 spritzten, konnten sie eine Neubildung von Blutgefäßen beobachten. Umgekehrt konnte diese Neubildung bei normalen Mäusen verhindert werden, wenn ihnen eine Substanz verabreicht wurde, die die Interleukin-1-Rezeptoren blockiert. Diese Substanz wird auch zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis eingesetzt.

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11. Juni 2003

Bluthochdruck: Sesamöl spart Medikamente

Positiv wirken sich demnach die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie das Sesamin der Ölpflanze aus. Dies berichtete jetzt ein indischer Wissenschaftler auf dem Forschungskongress der “Inter-American Society of Hypertension”.

Das Team von Devarajan Sankar von der Annamalai University führte die Sesam-Studie mit 195 männlichen und 133 weiblichen Bluthochdruck-Patienten durch. Die im Durchschnitt 58 Jahre alten Teilnehmer mussten über einen Zeitraum von 60 Tagen täglich 35 Gramm Sesamöl zu sich nehmen. Gleichzeitig reduzierten sie die Einnahme zweier Präparate gegen Bluthochdruck um 15 bis 20 Prozent. Außerdem wurde die Einnahme von Nifedipine, das Arterien entspannt, um zwei Drittel zurückgefahren.

Begleitende Blutdruck-Messungen bestätigten nach Aussage der Forscher, dass der Verzehr von Sesamöl die Reduzierung der Medikamente ausgleichen konnte. Vergleichbare Versuche waren im Vorfeld schon mit Ratten erfolgreich durchgeführt worden.

Die Blutdruck-senkende Wirkung gehe wahrscheinlich auf das Sesamin und den 43-prozentigen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren im Öl zurück. Außerdem enthielten 100 Gramm Öl rund 40 Milligramm Vitamin E. Patienten mit Bluthochdruck müssten aber grundsätzlich mit ihrem Arzt Rücksprache halten, wenn sie ihren Medikamente-Konsum senken wollten, betonen die Forscher.

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11. Juni 2003

Speiseröhrenkrebs - durch rechtzeitige Therapie vermeidbar

Viele Menschen leiden – vor allem mit fortschreitendem Alter – an Sodbrennen. Das Leiden wird meist als harmlos angesehen und oft mit frei erhältlichen Medikamenten bekämpft.

Bei häufigem Sodbrennen, sollte jedoch der Arzt aufgesucht werden, denn Sodbrennen ist oft ein Zeichen dafür, dass der Schliessmuskel des Magens nicht richtig funktioniert und daher Magensaft nach oben in die Speiseröhre austritt. Es ist verständlich, dass in der Speiseröhre, die – im Gegensatz zur Magenschleimhaut – auf Einwirkung von Säure nicht eingestellt ist Schäden entstehen können. Die hieraus resultierende, so genannte Refluxkrankheit, (Speiseröhrenentzündung, akut oder chronisch) zeigt sich in Blutungen, entzündlichen Geschwüren und Vernarbungen, die die Speiseröhre auch einengen können.

Schliesslich besteht die Gefahr, dass sich die Haut der Speiseröhre, im unteren Teil, in Magenschleimhaut verwandelt. Bei etwa zehn Prozent der davon Betroffenen entwickelt sich ein aggressiver und schnell voranschreitender Tumor.

Leider zeigt sich, dass Speiseröhrenkrebs der Krebs mit der höchsten Zuwachsrate ist. Er befällt acht Mal so häufig Männer wie Frauen.

Weniger bekannt ist die Tatsache, dass ein nicht richtig schliessender Magenschliessmuskel auch zahlreiche andere Beschwerden n hervorrufen kann, die von Laien nicht auf ihre eigentliche Ursache zurückgeführt werden können. Hierzu gehören Schluckstörungen, morgendliche Heiserkeit, chronisch vermehrtes Aufstoßen, chronischem Husten, Bronchitis, Lungenentzündung und Asthma.

Zur eindeutigen Abklärung ist eine Magenspiegelung erforderlich, die heute schnell und schonend durchgeführt wird und nicht zu fürchten ist.

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11. Juni 2003

Müsli gegen Darmkrebs

Der Verzehr von mehr Vollkornbrot, Müsli und Obst kann offenbar die Gefahr von Darmkrebs tatsächlich verringern. Das haben zwei internationale Studien unabhängig voneinander zum ersten Mal klar gezeigt. Amerikanische und europäische Wissenschaftler berichten in der Fachzeitschrift “Lancet” (Bd. 361, S. 1491 und S. 1496) über ihre Ergebnisse.

Bisher war der Zusammenhang zwischen einer ballaststoffreichen Kost und der Entwicklung von Darmkrebs stark umstritten. Einen wichtigen Beweis dafür haben nun Wissenschaftler um Ulrike Peters vom National Cancer Institute in Rockville (USA) geliefert: In einer Studie an über 35.000 Menschen zeigten sie, dass das Risiko für ein Dickdarm-Adenom bei den Personen um ein Viertel niedriger lag, die am meisten faserreiche Kost verzehrten. Bei einem Dickdarm-Adenom handelt es sich um eigentlich gutartige Tumoren, aus denen sich jedoch oft Krebs entwickelt.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch Sheila Bingham vom Britischen Medizinischen Forschungsrat und ihre Kollegen, die über 500.000 Menschen aus ganz Europa zwischen 25 und 70 Jahren untersucht hatten. Durchschnittlich 35 Gramm Ballaststoffe am Tag senkten das Krebsrisiko um ein Viertel verglichen mit der Aufnahme von nur 15 Gramm.

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