Beiträge für Oktober, 2003

27. Oktober 2003

Retinitis Pigmentosa

Retinitis Pigmentosa (RP) ist der Oberbegriff für eine Anzahl unterschiedlicher Formen fortschreitender Netzhautdegenerationen, bei denen die Netzhautzellen allmählich absterben. Je nachdem, welcher Bereich der Netzhaut durch das Absterben ausfällt, sind unterschiedliche Funktionsverluste die Folge.

Die Hauptmerkmale der RP, die in verschiedener Reihenfolge und Ausprägung auftreten können, sind:

* Einengung und Ausfälle des Gesichtsfeldes
* gestörtes Dämmerungssehen und Nachtblindheit
* Störungen des Farben- und Kontrastsehens
* Blendungsempfindlichkeit

Beim klassischen Verlauf der RP beginnt sich das Geschichtsfeld von den Außenzonen her einzuengen, bis nur ein kleiner Sehrest im Zentrum übrig bleibt, der so genannte “Tunnelblick” oder das Röhrengesichtsfeld. Bei dieser typischen Form der RP ist die Orientierung im Raum erheblich erschwert, während das Sehen im Zentrum noch funktioniert.

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24. Oktober 2003

Was ist Psammo-Therapie?

Medizinische Sandbäder, welche unter dem Begriff Psammotherapie in der Schulmedizin geführt werden, gab es bereits in der Antike und sie werden im mediterranen Raum auch heute noch kurmäßig eingesetzt. Es hat in der Vergangenheit nicht an Versuchen gefehlt, diese Behandlungsform nach Norden zu verpflanzen. Dieses scheiterte allerdings an den damals noch unzureichenden technischen Möglichkeiten. Die Psammotherapie war deshalb bei uns in Vergessenheit geraten. Einem engagierten Team aus Ärzten und Technikern ist es nun gelungen, diese effiziente Therapieform jetzt ubiquitär anwendbar zu machen.

Bei der neuen Form der Psammotherapie, wird der Patient in einem wannenförmigen Therapiegerät, vom Therapeuten mittels Sandschaufel und Sandschieber, regelrecht mit dem körperumhüllenden Vlies in den Sand eingegraben, wobei der Herzbereich zur Schonung des Patienten ausgenommen wird. Durch dieses Procedere wird das begriffsgerechte Sandbad mit seinen entscheidenden Vorteilen ermöglicht. Zur Realisierung dieser sanften Behandlungsform bedarf es einer großen Sandmenge von etwa 475 kg, die im Überdruckverfahren mit Hilfe moderner Mess- und Regeltechnik auf einer konstanten Therapietemperatur gehalten wird und eine indikationsgerechte Lagerungstiefe des Patienten unter einwandfreien hygienischen Kautelen ermöglicht. Es besteht kein Hautkontakt zum Sand. Nach Therapieende wird der Patient vom Therapeuten wieder aus dem Sandbad befreit und kann sich zur Nachruhe begeben. Die neue Form der Psammotherapie hat sich bereits millionenfach in diversen Akutkliniken, Rehakliniken und Gesundheitszentren, sowie bei großen internationalen Klinikgruppen bewährt und zeichnet sich durch größere Therapiebreite und hohe Kosteneinsparung, unter Schonung der natürlichen Ressourcen aus. Sand steht in ausreichender Menge zur Verfügung. Das Material ist nach der Einsatzzeit nicht kontaminiert und kann einfach entsorgt werden. Die Psammotherapie, das medizinische Sandbad, ist mit Versicherungsträgern und Krankenkassen, sowie nach der Beihilfeordnung abrechenbar. Der Hersteller hat jetzt in Zusammenarbeit mit diversen Universitätskliniken, einen Messplatz für den Wirkungsnachweis der Psammotherapie entwickelt. Diese richtungsweisende Technologie ermöglicht es, die Behandlungsergebnisse in Form einer quantitativen Therapie-Erfolgskontrolle, schon während der Behandlung zu dokumentieren. Diese ist eine wichtige Basis für Versicherungsträger und Leistungserbringer in einem zukünftig immer stärker ökonomisch orientierten Gesundheitswesen.

Die Psammotherapie wird bei orthopädischen Erkrankungen, in der Urologie, bei Frauenleiden, in der Nervenheilkunde, der Sportmedizin und weiteren Anwendungsbieten, bei denen trockene Wärme angezeigt ist, erfolgreich eingesetzt.

Umfangreiche Informationen und Therapiestudien erhalten Sie unter http://www.psammotherapie.de.

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24. Oktober 2003

Magenkeim Helicobacter pylori für ….

…Entstehung von Magenkrebs bedeutender als angenommen

Der Zusammenhang zwischen einer Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori und dem Auftreten von Magenkrebs ist offenbar noch sehr viel stärker, als bisher angenommen. Das legen Untersuchungen von Forschern vom Deutschen Zentrum für Alternsforschung nahe. Hermann Brenner und Dietrich Rothenbacher von der Universität Heidelberg stellten ihre Arbeit erstmals auf der 16. Internationalen Konferenz “Gastrointestinal Pathology and Helicobacter” in Stockholm vor. Die Ergebnisse der Studie wurden bislang als Abstract veröffentlicht (Helicobacter 2003; 8: 422), ein ausführlicher Artikel wird im “American Journal of Epidemiology” erscheinen.

Bisherige Studien hatten über eine 2 bis 6-fache Erhöhung des Risikos von Magenkrebs bei Vorliegen der Infektion berichtet. In der neuen Studie setzten Brenner, Rothenbacher und ihre Mitarbeiter eine verbesserte Charakterisierung des Infektionsstatus ein. Erst dadurch wurde der Zusammenhang mit dem Magenkrebs in seinem vollen Umfang deutlich.

Für die im mittleren und unteren Bereich des Magens gelegenen Krebserkrankungen, die den größten Teil aller Magenkrebserkrankungen ausmachen, ergab sich eine Risikoerhöhung um etwa das 20-fache durch das Bakterium, bei der Infektion mit bestimmten Stämmen sogar um etwa das 30-fache. Die Studie legt zudem nahe, dass diese Art von Magenkrebs praktisch ausschließlich auf der Basis der Helicobacter-Infektion entsteht.

Die Entdeckung, dass ein Bakterium, das im Magen siedelt, zu den wichtigsten Ursachen von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren und von Magenkrebs zählt, hat das Verständnis dieser häufigen Alterserkrankungen in den letzten 20 Jahren geradezu revolutioniert. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist etwa die Hälfte der Weltbevölkerung infiziert.

Da Magenkrebs weltweit die zweithäufigste Krebstodesursache darstellt, haben die Ergebnisse von Brenner und Rothenbacher große Bedeutung für künftige Strategien zur Bekämpfung dieser Erkrankung. Auf der anderen Seite warnt Brenner vor Panikmache: In Deutschland erkrankt nur ein kleiner Teil der mit Helicobacter pylori infizierten Personen, etwa jeder Hundertste, tatsächlich an Magenkrebs.

Ob eine nachträgliche Ausrottung der meist in der frühen Kindheit erworbenen Infektion das Risiko reduziert, ist zudem bislang noch unklar. Sie ist aber, ebenso wie eine verstärkte Wachsamkeit gegenüber Frühsymptomen, besonders bei Personen in Erwägung zu ziehen, bei denen weitere Risikofaktoren vorliegen. Hierzu gehören insbesondere Menschen, deren Eltern oder Geschwister an Magenkrebs erkrankt sind, und Raucher. Im Einzelfall muss das Vorgehen aber immer individuell mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, der die gesamte gesundheitliche Situation berücksichtigt.

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24. Oktober 2003

Sport verhindert Brustkrebs

Frauen aller Altersgruppen können ihr Brustkrebsrisiko durch regelmäßige Sportausübung senken. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Fred Hutchinson Cancer Research Center http://www.fhcrc.org gekommen, an der mehr als 74.000 Frauen teilnahmen. Regelmässig trainierende Teilnehmerinnen konnten ihr Krebsrisiko um 20 Prozent verringern. Moderate Aktivitäten an fünf Tagen der Woche wie Spazieren gehen, Radfahren oder Schwimmen hatten laut BBC ” title=”http://jama.ama-assn.org” target=”_blank”>jama.ama-assn.org veröffentlichten Studie, für schlanke und auch leicht übergewichtige Frauen am größten. Regelmäßiger Sport führte bei übergewichtigen und korpulenten Frauen zu keiner Risikoverringerung.

Laut McTieran sind die risikoverringernden Eigenschaften von Sport auf die Reduzierung des Körperfettanteils zurückzuführen. Die Folge dieser Reduzierung ist eine Verringerung der Zirkulation krebsfördernder Hormone. Ideal wären rund 30 Minuten moderater Sportausübung täglich.

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24. Oktober 2003

Strenge Diät steigert Lebenserwartung auch noch im Alter

Auch nach einem Leben voller Gaumengenüsse kann eine Hungern im Alter das Leben noch deutlich verlängern – wenigstens bei Fruchtfliegen. In Versuchen war die Todesrate der Tiere nach einer verordneten Altersdiät mit der von Artgenossen vergleichbar, die lebenslang nur wenig Nahrung erhalten hatten. Das schreiben britische und amerikanische Wissenschaftler im Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 301, S. 1731).

Schon lange ist bekannt, dass auch bei Säugetieren – und damit wahrscheinlich auch beim Menschen – die durchschnittliche Lebenserwartung durch eine Hungerdiät deutlich steigt. Forscher hatten daher vermutet, dass eine strenge Diät Alterungsprozesse im Körper verlangsamt. Der Versuch von Linda Partridge von der Universität London und ihren Kollegen legt nun allerdings nahe, dass das Hungern das kurzfristige Todesrisiko senkt, selbst wenn der körperliche Zerfall zuvor ungebremst vorangeschritten war.

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24. Oktober 2003

Asthmamedikament erhöht Risiko für grauen Star

Wissenschaftler der London School of Hygiene and Tropical Medicine http://www.lshtm.ac.uk haben nachgewiesen, dass die Langzeitanwendung von inhalierten Steroiden zur Asthmabehandlung das Risiko für einen grauen Star erhöhen kann. Untersucht wurden die Daten von fast 31.000 Personen. Inhalierte Steroide wurden von 11,5 Prozent der Teilnehmer mit grauem Star verwendet, aber nur von 7,5 Prozent der Gruppe ohne grauen Star.

Die im British Journal of Ophthalmology Weitere Infos finden Sie hier …

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