Beiträge für Februar, 2004

28. Februar 2004

Was ist Biofeedback?

Die Biofeedback-Therapie ermöglicht es jedermann, sonst unwillkürlich ablaufende Körperfunktionen, wie Blutdruck, Weite der Adern u.s.w. bewusst zu beeinflussen.

Hierzu werden an geeigneten Körperpartien mit Sensoren die Parameter abgenommen und auf einem Bildschirm in Form von Kurven, Diagrammen oder auch Bildern dargestellt oder als Töne wiedergegeben.

Die Patienten versuchen nun, durch ihre Gedankenführung, Vorstellung von Bildern u.s.w. die Bildschirmdarstellungen oder Töne zu beeinflussen. Bestimmte Veränderungen zeigen dann an, ob z.B. der Blutdruck durch bestimmte Vorstellungen gesenkt oder angehoben wurde. Durch intensives Training auf eine günstige Beeinflussung der Kurven, Bilder oder Töne erlernt man, mit welchen Gedanken oder Vorstellungen die körperlichen Funktionen positiv beeinflusst werden können.

Indikationen:
Hoher Blutdruck
Schmerzen all er Art, besonders Kopfschmerz und Migräne
Stressfolgen
Tinnitus
Inkontinenz
und andere

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gesundheit
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28. Februar 2004

Krebs durch Kunstlicht in der Nacht

Kunstlicht in der Nacht war als Ursache für Tumoren lange Zeit umstritten. Eine neue Studie mit 120.000 Teilnehmern zeigte nun jedoch, dass sich das Risiko für Darm- und Brustkrebs bei regelmässiger Nachtarbeit um bis zu einem Drittel erhöht.

Wissenschaftler der Harvard Medical School untersuchten anhand der Daten von über 120.000 Krankenschwestern den Zusammenhang zwischen Nachtarbeit und Tumorerkrankungen, wie Brust- und Darmkrebs. Dabei stellte sich heraus: Wer häufiger nachts arbeitet, besitzt ein höheres Risiko, an Darm- oder Brustkrebs zu erkranken. Nach 15 Jahren regelmässiger Nachtarbeit liegt dies sogar um bis zu einem Drittel höher als üblich.

Eva Schernhammer, Mitglied der Forschergruppe, erklärt diese Tatsache mit der verringerten Produktion von Melatonin durch Lichteinwirkung in der Nacht. Melatonin ist ein Stoff, der überwiegend während des Schlafes im Dunkeln gebildet wird und vor Krebs schützt. Auch künstliches Licht hemmt die Bildung dieses Stoffes. Die Blutuntersuchungen der Studienteilnehmer ergaben tatsächlich niedrigere Melatoninwerte bei den nachts arbeitenden Krankenschwestern.

George Brainard von der Universität in Philadelphia vermutet, dass dabei ein noch unentdeckter Rezeptor im Auge eine Rolle spielt. Dieser soll Informationen über die äußeren Lichtverhältnisse an eine spezielle Region des Gehirns weiterleiten, die als „biologische Uhr“ bekannt ist. Diese steuert auch die Bildung von Melatonin. In den Experimenten, die Brainard durchführte, durften die Probanden nachts bei unterschiedlich farbigem Licht ihre Augen nicht schliessen. Blaues Licht führte hier zu einem besonders starken Absinken des Melatoninspiegels.

Da geringe Melatoninkonzentrationen im Blut aber das Risiko für Darmkrebs erhöhen können, sollten insbesondere Personen, die häufig nachts arbeiten müssen, die Möglichkeiten einer Früherkennungsuntersuchung nutzen.

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28. Februar 2004

Heubad

Die Kraft des Grases haben Menschen schon im Altertum geschätzt. Und Pfarrer Kneipp empfahl neben Tautreten im Gras auch den Heusack bei rheumatischen Leiden und Ischias. Im Heu – am besten von ungedüngten Naturwiesen hoher Bergregionen – ist die Kraft des Grases konzentriert und mit gespeicherter Sonnenenergie zusätzlich angereichert. Das Bad im feuchten Heu oder ein Wannenbad mit Heublumenextrakt gelten als regelrechte Quellen für Wohlbefinden, Entspannung und Gesundheit.
Die Anwendungen erfolgen auch durch eine mit Heu gefüllte Auflage auf die Matratze. Durch die Körperwärme gibt das Heu seine vielfältigen Wirkstoffe gemeinsam mit ätherischen Ölen aus den Kräuter über Haut und Atmung an den Patienten ab – wirkt beruhigend und entschlackend.
Daneben gibt es noch so genannte Heu-Buckl-Kraxn-Therapien, bei denen der Patient nur den Rücken an Heu lehnt. Anwendungsgebiete: zur Entschlackung, als Schlankheitskur, zur Behebung von Problemen des Bewegungsapparates.

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28. Februar 2004

Klarer Kopf durch Bewegung - Schutz vor Demenz

Daß körperliche Aktivität das Herz-Kreislauf-System jung hält, belegen viele Untersuchungen. Weniger klar war lange Zeit, ob sie auch dem Gehirn zugute kommt. Einen direkten Einfluss hielt man für wenig wahrscheinlich, weil die Hirndurchblutung weitgehend unabhängig vom übrigen Organismus gesteuert wird. Durch Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren wie der Positronen-EmissionsTomographie und der Kernspintomographie konnte diese Annahme aber widerlegt werden. Darüber berichtet Wildor Hollmann, Emeritus des Lehrstuhls für Kardiologie und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule, in der Zeitschrift „Nervenheilkunde” (Bd. 9, S. 467). Seine Arbeitsgruppe hat vor einiger Zeit erstmals den Beweis erbracht, daß körperliche Aktivität zu einer teilweise dramatischen Steigerung der Hirndurchtlutung führt.

Wie spätere Untersuchungen ergeben haben, kommt es zugleich zu einer Anreicherung mehrerer die Hirnfunktion beeinflussender Botenstoffe. Hierzu zählen die Wachstumsfaktoren BDNF (brain-derived neurotrophic factor), NGF (nerve growth factor) und FGF-2 (fibroblast growth factor). Diese und andere Signalmoleküle stimulieren das Wachstum neuer Nervenzellen, fördern die Bildung von Synapsen und damit die Vernetzung der Neurone untereinander und verbessern außerdem die Widerstandsfähigkeit des Hirngewebes gegenüber schädlichen Einwirkungen. So gibt es viele Hinweise darauf, daß körperliches Training die schwerwiegenden Folgen eines Schlaganfalls zu begrenzen vermag.

Die schützende Wirkung scheint unter anderem auf einer grösseren Verfügbarkeit von Stickoxvd, eines die lokale Durchblutung regulierenden Stoffes, zu beruhen. Das legen jedenfalls die jüngsten Erkenntnisse von Forschern um Matthias Endres von der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Charite in Berlin nahe („Annals of Neurology”, Bd. 54, S. 582). Verschiedenen Beobachtungen zufolge erhöht physisches Training ausserdem die Lernfähigkeit. Die gesteigerte Produktion des Wachstumsfaktors BDINF dürfte hierbei eine wesentliche Rolle spielen. Wird die Aktivität dieser Substanz unterdrückt, nimmt auch das Lernvermögen deutlich ab. Das haben amerikanische Forscher kürzlich in Tierversuchen gezeigt („Neuroscience Letters”, Bd. 353, S. 95).

Sportliche Tätigkeit beugt nicht zuletzt dem altersbedingten Schwinden der kognitiven Fähigkeiten vor. Auch die Gefahr, an einer Demenz zu erkranken, nimmt wahrscheinlich ab. Dafür sprechen unter anderem die Ergebnisse einer schon länger zurückliegenden Untersuchung in Kanada, an der sich mehr als 4500 ältere Männer und Frauen beteiligt haben. Körperlich aktive Teilnehmer wurden viel seltener von einer Demenz heimgesucht als Bewegungsmuffel. Je mehr sich die Probanden bewegten, desto geringer war das Risiko eines kognitiven Verfalls.

Auf welche Weise Sport vor Demenz schntzt, läBt sich bislang nicht genau sagen. Zum Teil dürfte der günstige Effekt auf einer stärkeren Regeneration von Nervengewebe beruhen. Hollmann weist darauf hin, daß im Gehirn bis ins hohe Alter eine Erneuerung stattfindet. Untersuchungen an 80 Jahre alten Probanden hätten ergeben, daß bis zu 20 Prozent der Nervenzellen des Hippocampus - einer für das Lernen und Erinnern bedeutsamen Hirnstruktur - in den vier Jahren zuvor entstanden waren. Regelmäßige Bewegung fördert offenbar diese Auffrischung von Hirngewebe.

Auch auf die seelische Verfassung wirkt sich körperliche Aktivität günstig aus. Das macht man sich seit längerem bei der Behandlung depressiver Patienten zunutze. An dem stimmungsaufhellenden Effekt sind viele Sigralmoleküle beteiligt, darunter vor allem die Endorphine - körpereigene, mit Morphium verwandte Botenstoffe - und das Serotonin. Aber auch BDNF scheint von Bedeutung zu sein. Wie Hollmann ausführte, erhöht die Anwendung von Antidepressiva die Verfügbarkeit dieses Wachstumsfaktors im Gehirn. Das gleiche gelte für körperliches Training. Die stärkste Anreicherung von BDNF lasse sich erzielen, wenn man die beiden therapeutischen Maßnahmen kombiniere. Ein solches Vorgehen habe zudem den Vorteil, daß die Wirkung der Antidepressiva deutlich früher einsetze.

Wieviel Sport sollte man nun treiben, um eine vorzeitige Alterung des Gehirns abzuwenden? „Je mehr, desto besser” gilt offenbar nur bedingt, zumal Uberanstrengung das Gegenteil bewirken kann. Hollmann zufolge ist es wahrscheinlich ausreichend, wenn man sich drei- bis viermal wöchentlich mindestens zwanzig Minuten lang intensiv bewegt, etwa zügig geht, joggt, Tennis spielt, Rad fährt oder schwimmt.

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28. Februar 2004

Dorschleber gegen Arthritis

Forscher der Universität von Cardiff http://www.cf.ac.uk haben weitere Beweise dafür gefunden, dass Dorschleberöl Arthritis verlangsamt, berichtet BBC-Online ” title=”http://www.arc.org.uk” target=”_blank”>www.arc.org.uk. “Die Ergebnisse sind ein weiterer Beweis dafür, dass Dorschleberöl und der Genuss von fettigem Fisch der Zerstörung der Knorpel bei Osteoarthritis vorbeugen kann”, so Fergus Logan, CEO der Campaign. Allein in Großbritannien verursacht die Arthritis-Behandlung jährlich mehr als acht Mrd. Euro Kosten.

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28. Februar 2004

Blaues Licht hilft Alzheimer-Patienten

Alzheimer-Patienten können besser schlafen, wenn sie abends blauem Licht ausgesetzt waren. Die Betroffenen schlafen des Nachts besser durch und sind tagsüber deutlich aktiver, so das das Ergebnis einer Pilotstudie.

Patienten mit der Alzheimerschen Erkrankung wachen nachts häufig auf und laufen umher, entsprechend müde sind sie tagsüber. Die Schlafstörungen werden mit für das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit verantwortlich gemacht und sind einer der Hauptgründe für die Einweisung der Patienten in Pflegeheime.

Menschen und Tiere besitzen einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus, der Einfluss auf zahlreiche Körperfunktionen hat. Beispielsweise sinkt die Körpertemperatur eines Menschen nachts deutlich ab und trägt so zu einem tiefen Schlaf bei. Die zentrale Steuerung für den circadianen Rhythmus liegt in einer Gehirnregion direkt über der Sehnervkreuzung. Getaktet wird dieser Nucleus suprachiasmaticus wiederum durch Licht, als besonders wirksam hat sich blaues Licht erwiesen.

Die Architektin Mariana Figueiro vom Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, New York, und ihre Kollegen wollten daher wissen, ob sich die Schlafstörungen der Alzheimer-Patienten durch eine Lichtbehandlung lindern lassen. An jeweils zehn Tagen setzten sie vier Patienten vor dem Schlafengehen zwei Stunden lang blauem Licht oder - als Kontrolle - rotem Licht aus.

Die Behandlung mit blauem Licht zögerte das Absinken der Körpertemperatur hinaus und verhinderte so, dass die Patienten schon früh am Abend müde wurden. Ihr circadianer Rhythmus war dadurch besser an den normalen Wechsel von Tag und Nacht angepasst und sie schliefen nachts besser durch, berichten die Forscher im Fachblatt “Sleep Review”.

Bewegungsmesser an den Handgelenken von zwei Patienten zeigten zudem, dass diese als Folge der Behandlung tagsüber deutlich aktiver waren. Figueiro und ihr Team wollen die Versuche nun mit einer größeren Teilnehmerzahl wiederholen.

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