Beiträge für April, 2004

28. April 2004

Lichen ruber planus

Der Lichen ruber planus ist eine relativ häufige, schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Schleimhäute, die sich vornehmlich im mittleren Alter (30 - 60 Jahre) ausbildet und nach längerem Bestehen (6 Mon. - 2 Jahre) meist spontan verschwindet. Typisch sind einzelne blassblau-rötliche Knötchen im Bereich der Handgelenke sowie der Unterschenkel-/Fuß-/Knöchelregion oder ausschlagartig auftretende Knötchen am gesamten Körper, die an der Oberfläche eine weißliche netzartige Zeichnung (sog. WICKHAM´sche Streifen) aufweisen. Die Hautveränderungen gehen mit einem unterschiedlich stark ausgeprägtem Juckreiz einher. Durch Kratzen (mechanische Reizung) oder durch andere Reize, wie z. B. Infektionen kann die Ausprägung des Lichen ruber verstärkt und die Entwicklung von neuen Knötchen aus gesunder Haut ausgelöst werden (KÖBNER-Phänomen).

Neben der Haut kann sich der Lichen ruber auch im Bereich der Schleimhäute (Mund, Genitale) ausbilden. Auch hier findet sich die typische weißliche, netzartige Streifung im Bereich der erkrankten Stellen (Läsionen), die völlig symptomlos bis stark schmerzhaft sein können. Sie können nach langjährigem Bestehen in einen Krebs (Karzinom) übergehen !

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28. April 2004

Ichthyosis

Ichthyosis wird auch als Fischschuppenkrankheit bezeichnet. Eigentlich ist es ein Oberbegriff, unter den mehrere Erkrankungen zusammengefasst werden, die alle etwas gemeinsam haben: Die Betroffenen leiden unter trockener Haut und einer vermehrten Bildung von Hautschuppen. Aus diesem Grunde ist die Ichthyosis auch eine Verhornungsstörung. Weil aber diese Erkrankung auch ein Erbleiden ist, kann man die Ichthyosis in vielen Büchern auch unter der Kategorie “Erbkrankheiten” finden. Eigentlich ist der Name Fischschuppenkrankheit auch nicht so ganz zutreffend, weil die Schuppen sich nicht überlappen wie bei einem Fisch. Bei der Ichthyosis liegen die Schuppen pflasterartig nebeneinander. Sie bilden eher ein Muster, wie die Haut eines Reptils.

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28. April 2004

Mykose die (Pilzkrankheit, Mycosis)

Oberbegriff für Erkrankungen, die durch eine Infektion mit Pilzen hervorgerufen werden.

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28. April 2004

Ekzem

Unter dem Begriff Ekzem werden zahlreiche Hauterkrankungen zusammengefasst, die oft nicht eindeutig zuzuordnen sind. Unterschieden werden vor allem
a) allergische Ekzeme:
- Kontakt-Ekzem
- Photoallergisches Kontakt-Ekzem
- Nummuläres-Ekzem
- Atopische-Dermatitis
b) Andere Dermatosen, die als Ekzem bezeichnet werden:
- seborrhoisches
- toxisches
- mikrobielles Ekzem

Kontakt-Ekzem
Entstehung: Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen (z.B. Nickel)
Symptome: Rötung und Bläschen, Keratose (Verhornung ) und Rhagaden (kleine wunde Stellen, Schrunden ) an Handflächen und Fusssohlen.
– Auf der übrigen Haut: akut Rötung und Papulovesikel (Bläschen), chronisch Rötung und Lichenifikation (Verdickung der Haut, Vergröberung der Hautfelderung, spiegelnder Glanz)
– Unscharfe Begrenzung
– Maximale Ausprägung an den Kontaktstellen, von dort ausgehend Streuung häufig (Asymmetrie)
- Juckreiz

Photoallergisches Kontakt-Ekzem
Entstehung: Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen und anschliessende Lichteinwirkung.
Symptome: Wie allergisches Kontaktekzem, jedoch ausschließlich bzw. maximal an belichteten Hautstellen.

Nummuläres-Ekzem
Das nummuläre Ekzem ist durch chronische, scharf begrenzte, münzförmige Hautveränderungen gekennzeichnet. Da es häufig mit anderen Ekzemformen (atopisches Ekzem, asteatotisches Ekzem, allergisches Kontaktekzem, Stauungsekzem) überlappend auftritt, wird angezweifelt, ob es sich um eine eigenes klinisches Krankheitsbild handelt.

Atopische-Dermatitis
Entstehung: Genetisch bedingt, kann die Atopische Dermatititis durch Umwelt- oder psychische Einflüsse ausgelöst werden. Sie tritt meist vor dem zwölften Lebensjahr, manchmal schon bei einjährigen auf und verliert sich häufig in höherem Lebensalter.
Fast immer bleibt jedoch eine hohe Empfindlichkeit der Haut bestehen, sodass Hautirritationen immer wieder auftreten können.

Symptome:
Die häufigsten Beschwerden sind:
• Trockenheit der Haut: Dieser Zustand trägt wesentlich zur Empfindlichkeit von Atopikern gegenüber Umwelteinflüssen bei.
• Juckreiz: Patienten mit Atopischer Dermatitis neigen zu Juckreizattacken, die als besonders quälend empfunden werden. Kratzen verschlimmert die Hautschäden und damit auch wieder den Juckreiz - daher nicht kratzen, auch wenn es schwer fällt!
• Kratzeffekt: Die Folge sind tiefe Abschürfungen der Haut, die eine Eingangspforte für verschiedene Erreger darstellen (z. B. Herpes, Windpocken und Impetigo contagiosa = durch Eitererreger bedingte eitrige Entzündungen der Haut). Nach langem Kratzen wird die Haut lederartig verdickt.
• Allergien: Sehr oft sind Allergien die Auslöser für den Juckreiz.

Das seborrhoische Ekzem
ist eine chronische Hauterkrankung, die insbesondere im Bereich des Kopfes auftritt. Besonders sind die Hautbereiche betroffen, die viele Talgdrüsen enthalten. Das sind Bereiche

* unterhalb der Nase,
* die Augenbrauen,
* behaarte Kopfhaut
* die Ohrmuschelregion und
* der Brustkorb und Rücken im Bereich der Schweißrinne
* Genitalbereich

Als Krankheitszeichen bilden sich gelblich rote bis rötlich-braune, leicht entzündete Herde, die scharf begrenzt sind. Die Herde schuppen und können auch ein wenig jucken.

Bei Kindern manifestiert sich die Erkrankung meistens im Säuglingsalter während der ersten drei Lebensmonate. Bei den Erwachsenen sind Männer mittleren Alters am häufigsten betroffen. Frauen erkranken meistens in der Menopause. Die genaue Ursache des seborrhoischen Ekzems ist nicht bekannt.

Toxisches Ekzem
Dieses nichtallergische Kontaktekzem, treffend auch Abnutzungsekzem genannt (und nicht nur bei Hausfrauen auftretend), ist recht häufig. Es wird duch eine Vielzahl schädigender Einflüsse verursacht, die von außen auf die Haut einwirken. Je toxischer (giftiger) die Stoffe sind, um so früher und stärker setzt auch die Schädigung der Haut ein. Aber auch schwach reizende Substanzen führen auf die Dauer zum kumulativ-toxischen Ekzem. Zu den auslösenden Schadstoffen gehören Putz- und Scheuermittel für Fußböden, Toilette oder Badewanne, Spül- und Waschmittel, aber auch Lacke, pflanzliche Stoffe, unter Umständen sogar stark entfettende “medizinische” Seifen oder Desinfektionsmittel. Häufig erkranken disponierte Personen, die bereits in der Kindheit unter Erscheinungen aus dem atopischen Formenkreis gelitten haben, z. B. unter einem atopischen Ekzem. Bei diesen Patienten ist die Fähigkeit der Haut, den schützenden Lipid- und Säuremantel zu reparieren, gemindert.

Mikrobielles Ekzem
Die Ursache dieses Ekzems sind sind Bakterien, die in der Lage sind die Haut zu schädigen.
Symptome:
Scharf umschriebene, gerötete Herde mit Papulovesikeln (Bläschen), Schuppen, Krusten; zentrifugales Wachstum, Juckreiz zum Teil ausgeprägt und oft chronisch auftretend.

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25. April 2004

Institute of Hydrochemistry and Chemical Balneology (IWC)

Institut für Wasserchemie und Chemische Balneologie der TU München
Direktor o.Univ.-Prof Dr. Reinhard Niessner
Marchioninistr.17
D-81377 München
Tel: +49 - 89 - 2180 78232
Fax: +49 - 89 - 2180 78255
Internet: www.ws.chemie.tu-muenchen.de
E-Mail: Roswitha.Glunz@ch.tum.de,
E-Mail: Christa.Stopp@ch.tum.de

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25. April 2004

Deutsche Gesellschaft für Physiologie

1. Vorsitzender
Prof. Dr.med. H.-G. Zimmer
Universität Leipzig
2. Vorsitzender
Prof. Dr.med. P. Scheid
Ruhr Universität Bochum

Sekretariat
Prof. Dr. med M. Illert
Physiologisches Institut der Universität Kiel
Olshausenstr. 40
D-24098 Kiel
Telefon: 0431/880-2032
Fax: 0431/880-4580

Internet: www.physiologische-gesellschaft.de
Email: dpg@physiologie.uni-kiel.de

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