Beiträge für Mai, 2004

20. Mai 2004

Weichteilrheumatismus / Fibromyalgie: Kurörtliche Behandlungen sind sehr erfolgversprechend.

Die Zahl der, Menschen, die so ernsthaft von rheumatischen Erkrankungen bzw. Schmerzen betroffenen sind, dass ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss, geht in die Millionen. Überdies gibt es ein breites Spektrum dieser Erkrankungen, die oft auch in verschiedenen Erscheinungen nebeneinander bestehen und oft nicht richtig klar abzugliedern sind. So kommt es dann oft zu der Diagnose Weichteilrheumatismus oder auch Fibromyalgie, Schmerzen, die sich nicht nur an verschiedenen Stellen des Körpers unangenehm bemerkbar machen, sondern oft sporadisch mal hier mal da, bevorzugt in den Muskeln auftreten.

Gerade bei den Fibromyalgien erleben die oft bedauernswerten Menschen, dass ihre Angaben nicht ernst genommen werden und oft sogar angenommen wird, dass sie von psychischen Gegebenheiten verursacht werden.

Immer dann, wenn die Diagnose und verordneten Therapien der in vielen Fällen zahreich konsultierten Ärzte zu keiner Klarheit und deutlich spürbarer Besserung geführt haben, ist eine umfassende Behandlung in einem Kurort angezeigt. Es gibt aber auch örtliche Rheumatologen, die ihren Patienten von sich aus einen Kuraufenthalt empfehlen, weil nur dann alle Möglichkeiten der Behandlung ausgeschöpft werden können.

Zahlreiche Kurorte und hier wiederum auch entsprechende Kliniken sind auf die umfassende Behandlung aller rheumatische Erkrankungen spezialisiert, diagnostisch besonders erfahren und können, dank der vorhandenen kurörtlichen Gegebenheiten das ganze Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten in Kombination einsetzen, wie es am Heimatort nicht möglich wäre.

Geeignet sind besonders Kurorte mit reizintensiven Heilquellen und / oder Peloiden. Ergänzt werden die Bäder in de Regel durch Krankengymnastik, Bewegunsbäder, Hydro-, Thermo- und Elektrotherapie.

Nicht zuletzt hat sich die Milieuänderung gerade für Rheumakranke und das verständnisvolle Eingehen der Ärzte und des Behandlungpersonals am Kurort auf die oft komplexe Krankheitsgeschichte in unendlich vielen Fällen als segensreich erwiesen.

Im Bäder-Führer http://www.baeder-fuehrer.com kann unter der grossen Zahl der infrage kommenden Kurorte eine vorauswahl getroffen werden. Über die Email-Links auf den Kurortseiten sollten dann Orts- und Klinikprospekte zur endgültigen Entscheidung angefordert werden.

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16. Mai 2004

Was ist Chelat-Therapie?

Die Chelat-Therapie zählt zu den Ausleitungs-Therapien. Sie bewährt sich vor allem zur Ausscheidung von überschüssigem Calcium und zahlreichen Schwermetallen.

Bei diesem ambulanten Heilverfahren wird dem Körper in bis zu dreissig Sitzungen in Abständen von mindestens zwei Tagen, eine Lösung zugeführt, die vor allem – neben Vitaminen - den Wirkstoff EDTA (Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat) enthält.

EDTA besitzt die Eigenschaft, Schwermetalle, z.B. Blei und Kadmium sowie das Leichtmetall Kalzium im Körper zu binden und über die Nieren auszuscheiden. Deshalb ist es sowohl bei Metallvergiftungen als auch zur Behandlung von Arterienverkalkung hervorragend geeignet. Da die Moleküle der EDTA jene Stoffe wie mit Klauen umschließen und unschädlich machen, hat man die Lösung “Chelat” genannt, nach griechisch “Chele”, das heißt “Klaue”.

Die Chelat-Therapie wird bereits seit etwa 1960 Jahren durchgeführt. Etwa 300.000 Patienten erhielten seitdem rund 4 Millionen Infusionen – ohne einen einzigen Ziwchenfall. In den USA haben sich über tausend, in Deutschland, Österreich und der Schweiz etwa 130 Ärzte darauf spezialisiert.

Wichtigste Indikationen sind:
1. Verkalkung, Arteriosklerose, Raucherbein, “claudicatio intermittens”, Herzkanz-Gefäßverkalkung, Sehstörungen aufgrund von Verkalkung
- Das an Eiweiß gebundene Kalzium bleibt von EDTA unbehelligt! Es kommt zu keiner Knochenentkalkung.

2. Schwermetallvergiftung (Quecksilber, Blei, …) und Krankheiten, die auf solch einer Giftwirkung beruhen
3. Arthritis, Gelenksentzündungen

Inzwischen wird die Chelat-Therapie in 12 deutschen Kurorten angeboten.

Bewährt hat sich die Therapie auch bei:
1. Tinnitus, Ohrensausen
2. Parkinson
3. Multiple Sklerose (weil häufig mit Schwermetallbelastung bzw. mit “freien Radikalen” in Zusammenhang)

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16. Mai 2004

Biofeedback gegen Schmerzen

Menschen können lernen, Schmerz zu unterdrücken, wenn man ihnen die Aktivität eines Schmerzkontrollbereiches ihres Gehirns zeigt. Dieses neue Biofeedbackverfahren wurde von Peter Rosenfeld von der Northwestern University http://www.northwestern.edu entwickelt. Es wird erwartet, dass das neue Verfahren auch zur Behandlung weiterer Krankheitsbilder eingesetzt werden kann. Herkömmliche Biofeedback-Verfahren beruhen auf den Elektroenzephalogramm-Aufzeichnungen von Hirnströmen. Elektroden werden auf der Kopfhaut angebracht und mit Erfolg zum Beispiel zur Behandlung von Epilepsie oder Konzentrationsstörungen wie ADHD eingesetzt.

Bisher wurden derartige Verfahren laut Rosenfeld nicht zur Schmerzkontrolle eingesetzt. Jetzt haben Fumiko Maeda und Christopher de Charms von der Stanford University www.stanford.edu Versuchspersonen Echtzeitfeedback eines funktionellen Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRI)-Scanners gezeigt. Diese Form der Darstellung macht sichtbar, wie viel Aktivität in bestimmten Gehirnbereichen besteht. Den acht Freiwilligen wurde die Aktivität des Rostral Anterior Cingulate Cortex entweder als Flamme mit variierender Größe oder als einfaches Balkendiagramm gezeigt. Diese Gehirnregion ist dafür bekannt, dass sie sowohl die Intensität als auch die emotionalen Auswirkungen von Schmerz abstimmt.

Während der Scans wurden die Handflächen der Teilnehmer einer schmerzhaften Temperatur ausgesetzt. Sie wurden ersucht, das Signal des Gehirnscanner ansteigen oder absinken zu lassen und ihrer Schmerzempfindungen zu beurteilen. Es waren laut NewScientist www.newscientist.com nur drei 13 Minuten dauernde Sitzungen mit dem Scanner notwendig, damit die Freiwilligen lernten, das Ausmaß ihrer Gehirnaktivität zu variieren. Sie erlangten so eine gewisse Kontrolle über ihre Schmerzgefühle. Die Teilnehmer selbst konnten nicht erklären, wie sie diese Kontrolle erlangten. Die Wirkung scheint über die Sitzungen mit dem Scanner hinauszugehen. Derzeit können die Wissenschaftler allerdings nicht angeben wie lange und in welcher Intensität.

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16. Mai 2004

Musiktherapie gegen Tinnitus

Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung (Viktor Dulger Institut) DZM http://www.dzm.fh-heidelberg.de erprobt eine neuartige musiktherapeutische Behandlungsmethode bei chronischem Tinnitus. In Zusammenarbeit mit der Neurologischen Klinik und der Hals-Nasen-Ohren-Klinik der Universität Heidelberg sowie der Musiktherapeutischen Ambulanz der Fachhochschule Heidelberg soll untersucht werden, inwieweit eine ursachenbezogene Behandlung bei den Betroffenen zu einer Verbesserung der Erkrankung führt. Prognosen zufolge werden 35 bis 40 Prozent aller Erwachsenen einmal von einem vorübergehenden oder andauernden Ohrengeräusch betroffen sein.
Die Pilotstudie setzt auf eine ursachenbezogene Behandlung des Tinnitus. Kernstück des musiktherapeutischen Behandlungskonzepts ist die Einbettung des Tinnitus in einen musikalisch steuerbaren Hörprozess. Dazu wird zu Beginn der Therapie für jeden Patienten mit einem Synthesizer ein individueller tinnitus-ähnlicher Klang erstellt. Dieser wird dann aktiv und/oder rezeptiv musiktherapeutisch eingesetzt, beispielsweise als Grundlage für freie Improvisationen oder als Teil von Entspannungsmusik, berichtet das DZM. Die Patienten sollen dadurch in die Lage versetzt werden, Kontrolle über ihren Tinnitus auszuüben und ihn bewusst steuern zu können. Darüber hinaus sollen die wiederholten, gezielten musikalischen Hörübungen die veränderten Gehirnregionen positiv beeinflussen und zu einer “Normalisierung” führen. Ziel ist damit auch eine Verbesserung hirnorganischer Veränderungen.

Die Ergebnisse aus den ersten Probetherapien zeigen ermutigende Erfolge. Die Fertigstellung der Pilotstudie ist für die zweite Jahreshälfte 2004 geplant. Chronischer Tinnitus kann bei den Betroffenen zu psychosomatischen Krankheitsbildern führen. Die ständige Wahrnehmung der Ohrgeräusche beziehungsweise die Konzentration darauf kann Stressreaktionen auslösen. Tinnitus gehört heute zu den häufigsten Erkrankungen im HNO-Bereich. Fast ein Viertel der deutschen Bevölkerung hat bereits einmal unter Tinnitus gelitten. Die Tendenz ist steigend. Wenn die Ohrgeräusche kontinuierlich länger als drei Monate anhalten, wird der Tinnitus als chronisch bezeichnet. Zurzeit leiden in Deutschland 2,7 Mio. Menschen unter solchen chronischen Ohrgeräuschen. Jährlich steigt die Zahl um weitere 250.000.

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16. Mai 2004

Vitamine weniger gesund als bisher angenommen

Vitamine können die Werte von so genanntem schlechten Cholesterin ansteigen lassen. Wissenschaftler der New York University http://www.nyu.edu haben nachgewiesen, dass die Vitamine E, C und Beta-Carotin die Leber daran hindern, eine frühe Form des schlechten Cholesterins abzubauen. Die Forscher gehen im Journal of Clinical Investigation Weitere Infos finden Sie hier …

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16. Mai 2004

Viel Sonne fördert Makuladegeneration

Forscher finden statistischen Zusammenhang zwischen der Augenkrankheit und dem Sonnenlicht

Wer in seinem Leben viel der Sonne ausgesetzt war, hat ein höheres Risiko für eine so genannte Makuladegeneration im Alter. Das legt eine Studie an mehr als 2.500 Amerikanern nahe. Über ihre Ergebnisse berichten US-Forscher in der Fachzeitschrift Archives of Ophthalmology (Bd. 122, S. 750).

Bei einer Makuladegeneration sterben die lichtempfindlichen Zellen an der Stelle des schärfsten Sehens ab. Dadurch können die Betroffenen nicht mehr richtig scharf sehen und es ist ihnen zum Beispiel nicht mehr möglich, zu lesen oder Auto zu fahren. Die Sehstörung ist eine der häufigsten Ursachen für Sehschärfenverlust im Alter. Bislang gibt es kaum wirksame Therapiemöglichkeiten.

Sandra Tomany von der Universität Wisconsin in Madison und ihre Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und dem Auftreten von Makuladegeneration bei Teilnehmern einer umfangreichen Augenstudie. Probanden, die in jüngeren Jahren und zu Beginn der Studie mindestens fünf Stunden am Tag der Sonne ausgesetzt waren, entwickelten in den zehn Jahren nach der ersten Befragung mehr als doppelt so häufig erste Anzeichen der Sehstörung wie Teilnehmer, die weniger als zwei Stunden Sonne am Tag abbekommen hatten. Der Gebrauch von Sonnenbrillen und -hüten kann das Risiko allerdings mindern, ergab die Befragung.

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