Beiträge für August, 2004

26. August 2004

Forscher raten: Babys möglichst vor Erkältungskrankheiten schützen

Wer Husten und Schnupfen hat, sollte sich wenn möglich von Kindern unter sechs Monaten fernhalten: Je öfter die Kleinen Erkältungskrankheiten bekommen, desto größer ist das Risiko für sie, später Asthma zu bekommen. Das schreiben britische Forscher im Journal of Experimental Medicine (Ausg. 106, Nr. 10).

Solche Infektionen seien zwar unvermeidbar, allein schon wegen des Kontakts von Eltern und Kindern, erläutert Peter Openshaw vom Imperial-College in London. Dennoch sollten Eltern versuchen, diese auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Reaktionen des Immunsystems auf Infekte sei in den ersten Lebensmonaten eine völlig andere als in späteren Lebensphasen. Häufige schwere Infektionen in dieser Zeit könnten das Immunsystem entscheidend prägen und dabei auch die Weichen für künftige Krankheiten stellen. Die Wissenschaftler stützen ihre Aussagen auf Experimente an Mäusen, an denen sie die Reaktion auf Infektionskrankheiten untersuchten.

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26. August 2004

Rosmarin und Knoblauch können Krebs im Anfangsstadium verhindern

Rosmarin und Knoblauch können Krebs im Frühstadium möglicherweise noch verhindern. Dies zeigten französische Wissenschaftler des Institut national de la recherche agronomique (INRA) an Ratten, die an Leberkrebs erkrankt waren.

Die Forscher hatten Ratten, die im Frühstadium an Leberkrebs erkrankt waren, einen Rosmarin - Extrakt verabreicht. Sie fanden heraus, dass dessen Moleküle aus der Familie der Polyphenole den Prozess der Ausbildung von Krebs behindern. Die Moleküle stimulieren Enzyme des Organismus, die wiederum die Aktivität von krebserzeugenden Substanzen herabsetzen können. Interessanterweise ist Rosmarin in höheren Konzentrationen giftig: Es führt unter Umständen zu Darmhämorrhagien und greift Leber und Nieren an.

Auch der zu den Liliengewächsen gehörende Knoblauch wird gegen Krebs aktiv. Wie seine Verwandten, die Zwiebel und die Schalotte, ist er reich an Schwefelelementen, etwa an Diallyldisulfid. Dieses verhindert ebenfalls die Aktivierung kanzerogener Substanzen. Knoblauch ist außerdem reich an Aminosäuren, Germanium, Calcium, Kupfer, Zink, Potassium, Magnesium, Selen, Zink, den Vitaminen A, B1 und C sowie essenziellen Fettsäuren.

Die Forscher hoffen, dass beide Pflanzen auch andere Krebsarten verhindern können und dass sich die bisherigen Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen.

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26. August 2004

Unter Strom: Die Hochfrequenz-Therapie

Kontakte mit Strom sind meist äußerst unangenehm. Weidezäune, Kurzschlüsse bei Haushaltsgeräten oder andere Begegnungen der schmerzhaften Art kennt fast jeder. Dass Strom Schmerzen lindert, ist weniger bekannt. Dabei hat die Elektrotherapie eine lange, durchaus erfolgreiche Geschichte. Unterschieden wird zwischen Verfahren mit überwiegend schmerzlindernder Komponente und Verfahren mit überwiegend durchblutungsfördernder Wirkung sowie Verfahren zur Muskelstimulation bei Muskelschwäche. Bei Leiden des rheumatischen Formenkreises wird die Elektrotherapie vor allem zur Schmerzreduktion eingesetzt.
Viele Patienten schwören auf die sogenannte Hochfrequenz-Therapie, salopp gelegentlich auch als “100.000-Volt-Therapie” bezeichnet. Vor mehr als 100 Jahren stellte Heinrich Hertz seine grundlegenden Untersuchungen über elektromagnetische Wellen an. Etwa zur gleichen Zeit (1891) gelang es dem Ingenieur Nikola Tesla, einen Hochfrequenztransformator zu bauen, der es gestattete, die hochfrequente Spannung auf mehrere hunderttausend Volt zu transformieren. Es war der französische Physiologe Jacques-Arsène d’Arsonval, der 1892 erstmals Hochfrequenzströme auch für Heilzwecke empfohlen hatte. Bei den hohen Spannungen war es möglich, die Hochfrequenzströme in Form von langen Funkenentladungen auf den Patienten sprühen zu lassen. Die sogenannten Arsonvalströme sind trotz ihrer hohen Spannung für den Menschen ungefährlich.
Ein Pionier der Hochfrequenz-Therapie war der österreichische Arzt Dr. Otto Nuhr (1912 bis 1989), der diese Therapieform weiterentwickelte und modifizierte.
Bei der lokalen Anwendung der Hochfrequenz-Therapie nach Dr. Nuhr wird der zu behandelnden Körperregion des Patienten eine bürstenförmige Elektrode gegenübergesetzt, welche mit dem einzelnen Pol der Sekundärspule des sogenannten Tesla-Transformators verbunden ist. Aus dieser Bürstenelektrode strömt ein Glimmlicht, das bei genügender Spannung oder bei Verringerung des Abstandes zwischen Bürste und Patienten in ein Büschellicht und schließlich in elektrische Funken übergeht.
Die spezifischen Wirkungen dieser Hochfrequenzströme sind Vertiefung der Atmung, Bradykardie, Verkleinerung des Herzschattens, Verstärkung der Systole und eine initiale Blutdruckerhöhung mit nachfolgender Blutdrucksenkung durch Verminderung des innervatorisch bedingten peripheren Widerstands. Im speziellen werden durch die Hochfrequenz-Therapie nach Dr. Nuhr übergeordnete Steuermechanismen positiv beeinflusst.
Ein besonders auffallendes Ergebnis bei kurmässiger Anwendung, welches sich auch in wissenschaftlichen Untersuchungen unter Leitung des renommierten “Kurexperten” Prof. Dr. Wolfgang Marktl vom Institut für Medizinische Physiologie und Umweltphysiologie der Universität Wien zeigte, war eine Beeinflussung des Hormons Cortisol. Dieses Hormon ist eines der so genannten Stresshormone und hat unter anderem die Aufgabe, den Energiestoffwechsel und eine Reihe von Funktionen zu aktivieren, um den Körper in die Lage zu versetzen, mit höheren Anforderungen fertig zu werden.
Die Hochfrequenz-Therapie ist daher im Kur- und Rehabilitationszentrum Dr. Nuhr im österreichischen Senftenberg ein wesentlicher Bestandteil in der Therapie von Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen sowie bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, aber auch bei arteriellen Durchblutungsstörungen oder bei Überarbeitung, Stresszuständen und Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit.

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26. August 2004

Rotes Fleisch steigert Endometrioserisiko

Frauen, die jeden Tag rotes Fleisch essen, verfügen über ein signifikant erhöhtes Risiko an einer Endometriose zu erkranken. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität degli Studi di Milano www.unimi.it gekommen. Für die Untersuchung wurden 500 Patientinnen und 500 gesunde Teilnehmerinnen ähnlichen Alters und ähnlicher Herkunft befragt. Das Team um Fabio Parazzini ermittelte die Essgewohnheiten der Frauen im vergangenen Jahr. Abgefragt wurden der Konsum von Fleisch, Milchprodukten, Obst, Gemüse, Koffein und Alkohol. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Human Reproduction http://humrep.oupjournals.org veröffentlicht.
Bei der Auswertung der Antworten wurde ermittelt, wie viele Portionen der einzelnen Lebensmittelarten die Frauen wöchentlich zu sich genommen hatten und schließlich eine Rangfolge von niedrig, mittel und hohem Konsum erstellt. Jene Frauen, die am meisten rotes Fleisch aßen, erhöhten ihr Endometrioserisiko um 80 bis 100 Prozent. Frauen, die viel frisches Obst und Gemüse aßen, verringerten ihr Erkrankungsrisiko um rund 40 Prozent. Bei den anderen untersuchten Lebensmitteln konnte laut BBC kein Zusammenhang zu einem Erkrankungsrisiko festgestellt werden.

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26. August 2004

Lithium zur Behandlung von Alzheimer

Lithium, ein gängiges Behandlungsmittel gegen manische Depression, könnte auch bei der Bekämpfung von Alzheimer helfen. Patienten, die das Medikament zur Stabilisierung ihrer Gemütsverfassung einnehmen, weisen eine geringere Wahrscheinlichkeit auf, der Demenz zu erliegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität von Sao Paulo http://www.usp.br/, Brasilien, wie das Wissenschaftsmagazin Nature www.kuleuven.ac.be/ in Belgien ein. Aber die Ergebnisse bekräftigen Studien an Gewebekulturen und Tieren, die andeuten, dass Lithium die zwei Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit bekämpfen kann, nämlich Tangles (Neurofibrillenbündel) und Plaques.

Tangles lassen sich am besten als fadenartige Strukturen im Gehirn beschreiben. Sie bestehen aus Tau-Protein, das sich innerhalb der Zellen aufbaut und ihre Arbeit erschwert. Wenn Mäuse mit Tangles fünf Monate lang mit Lithium behandelt werden, gehen die Tau-Levels dramatisch zurück, berichteten japanische Forscher bei der besagten Konferenz. Das Team glaubt, dass das Medikament über die Blockade der Aktivität eines Enzyms namens GSK-3 wirkt. Im Gehirn eines Alzheimer-Patienten scheint GSK-3 die Zugabe von Phosphatmolekülen zum Tau-Protein zu veranlassen, was die Bildung von Tangles verursacht. Lithium könnte diesen Prozess verhindern. Außerdem hilft das Präparat dabei, die Gehirne der Nagetiere von den Plaques zu befreien, jene unlöslichen Proteinablagerungen, die sich rund um die Neuronen aufbauen und deren Kommunikationsfähigkeit mindern. Das Lithium blockiert GSK-3, hindert das Protein am Aufbau und verringert die Zahl an Plaques.

Alzheimer-Therapien werden dringend benötigt. Weltweit leiden etwa 18 Mio. Menschen an Demenz, und die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer, der populärsten Ausprägung dieser Krankheit zu erkranken, steigen mit zunehmendem Alter. Die Hälfte der über 85-Jährigen zeigt Symptome. Die meisten Medikamente konzentrieren sich auf die Symptome, anstatt auf die Krankheit selbst. Aber Lithium, oder ähnliche Medikamente, könnten die drastischen Änderungen im Gehirn bewältigen, die den Zustand verursachen. Lithium selbst könnte für ältere Patienten nicht geeignet sein, weil eine Langzeitbehandlung Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und Zuckungen auslösen kann. Deshalb arbeiten bereits zahlreiche Pharmaunternehmen an Lithium-ähnlichen Präparaten, die GSK-3 blockieren, aber keine Nebenwirkungen verursachen.

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26. August 2004

Für Männer eine gute Lösung: Nichtraucher werden – durch Hypnose

Hypnose hilft Männern besser als Frauen, das Rauchen aufzugeben. Das zeigt eine umfangreiche Studie des amerikanischen Psychologen Joseph Green. Den Grund dafür sieht der Forscher von der Staats-Universität Ohio in Columbus allerdings nicht in der Methode selbst, sondern in Geschlechtsunterschieden, die bei der Entwöhnung generell auftreten. Seine Untersuchungen schilderte Green auf dem Jahrestreffen der American Psychological Association in Honolulu.
Green analysierte die Ergebnisse von 18 Studien, in denen die Wirksamkeit von Hypnose beim Aufgeben des Rauchens bei insgesamt mehr als 5.600 Teilnehmern untersucht worden war. Drei der Studien zeigten einen Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während 30 Prozent der Männer es schafften, sich das Rauchen mit Hilfe der Hypnose abzugewöhnen, gelang es bei Frauen nur in 23 Prozent der Fälle.

Keine der Untersuchungen ermittelte bisher jedoch, warum Frauen und Männer auf die Hypnose unterschiedlich gut reagierten. Laut wissenschaftlicher Studien lassen sich beide Geschlechter etwa gleich gut auf Hypnose ein – Frauen sind sogar ein wenig empfänglicher als Männer. Daher vermutet Green, dass es nicht die Methode ist, die bei Frauen weniger gut greift. Frauen fällt es seiner Meinung nach allgemein schwerer, die Sucht aufzugeben. Umstände wie die Gewichtszunahme bei Abstinenz könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Merken die Frauen, dass sie zunehmen, greifen sie schneller wieder zum Glimmstengel als Männer. Auch sind Ersatztherapien wie Nikotinpflaster oder -kaugummi bei ihnen weniger wirksam.
Das heisse jedoch nicht, dass Hypnose bei Frauen nicht funktioniert oder dass sie gar nicht erst versuchen sollten, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärte der Forscher. Es müsse jeweils die effektivste Kombination von Behandlungen gefunden werden, um die Erfolgschancen zu optimieren.

Hinweis der Redaktion: In verschiedenen Kurorten werden – vor allem in Kliniken – Raucherentwöhnungs - Therapien durchgeführt, bei denen auch Hypnose-Behandlungen Bestandteil der Gesamttherapie sind.
Geeignete Adressen finden Sie hier:
http://www.baeder-fuehrer.de/kliniken/heilanzeigen/index.html
und
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