In dem Buch werden hoch interessante Aspekte und Theorien zu Entstehung und Therapie des Diabetes geliefert, die weit über die rein schulmedizinische Sicht hinausgehen. Es werden wirkliche Alternativen zur Therapie des Diabetes dargelegt und auch begründet. Auch die Empfehlungen zur Ernährung des Diabetikers sind gut durchdacht. Hier beginnt jedoch der erste Schwachpunkt des Buches. Der Anfangsteil ist für Therapeuten gedacht, die Ernährungsempfehlungen richten sich mehr an den Patienten selbst. Auch der Stil läßt eher an einen Patientenratgeber denken. Da das Buch keine Einführung hat, wird die Adressatengruppe nicht deutlich. Wirklich störend und von den Richtlinien wissenschaftlichen Arbeitens weit entfernt ist die Tatsache, daß das Buch keine Literaturliste besitzt. Es werden im Text Namen oder Aussagen von Medizinern sinngemäß zitiert ohne Angabe der zugrunde liegenden Studien oder Arbeiten. Die Einhaltung dieser grundlegenden Richtlinien ist jedoch unerläßlich, um auch in schulmedizinischen o.a. wissenschaftlichen Kreisen ernst genommen zu werden. Dies sollte die Autorin bedenken, denn ihre Ideen verdienen es ernst genommen zu werden. Aufgrund dieser Schwächen kann man leider nur drei Sterne vergeben für ein Buch, das für seine Ideen vier oder fünf verdient hätte.
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