Antikrebsmittel für Männer und Frauen
Tags: ProstatakrebsStudie: Brustkrebsmedikament verringert auch Prostatakrebsrisiko
Das häufig bei der Behandlung von Brustkrebs eingesetzte Antiöstrogen Toremifen kann Prostatakrebs vorbeugen. Das haben Wissenschaftler in einer Studie an 514 Probanden mit stark erhöhtem Prostatakrebsrisiko gezeigt. Eine Behandlung mit Toremifen senkte das Krebsrisiko bei den Testpersonen um 48 Prozent. Über die Ergebnisse seiner Studie berichtete Mitchell Steiner vom Biotechnologieunternehmen GTx auf der Konferenz der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung in Seattle.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Ein besonderes Risiko haben Patienten, die an einer so genannten hochgradigen intraepithelialen Prostata-Neoplasie (PIN) leiden. Männer mit PIN haben Zellwucherungen an den Ausführungsgängen der Prostata, die sich sehr häufig zu Prostatakrebs weiterentwickeln.
“Für viele Männer mit hochgradigem PIN ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, Prostatakrebs zu entwickeln”, erklärt Steiner. Eine Diagnose von PIN sei für viele Ärzte und Patienten daher sehr problematisch, da es bis jetzt noch keine effektiven Behandlungsmethoden gibt, die das Einsetzen von Prostatakrebs unterbinden können. Die Behandlung mit Toremifen könnte PIN-Patienten ermöglichen, Prostatakrebs zu verhindern.
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