Medikamente gegen Uebergewicht: Zurueck auf Los?
Tags:WPK mit Sperrfrist am 7.7.2004 in Bonn: “Medikamente gegen Uebergewicht”———————————————————- ACHTUNG: SPERRFRIST bis 7.7. 2004 19.00 Uhr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ———————————————————-
Das Hormon “PYY” galt als grosse Hoffnung auf der Suche nach neuen Medikamenten gegen Uebergewicht. Jetzt meldet eine vom Deutschen Institut fuer Ernaehrungsforschung Potsdam-Rehbruecke (DIfE) angefuehrte internationale Forschergruppe einen unerwarteten Rueckschlag: Sie konnte die angeblich Hunger daempfende Wirkung des Hormons nicht bestaetigen. Ausgeloest hatten diese Hoffung zwei in den renommierten Zeitschriften “Nature” und “New England Journal of Medicine” veroeffentlichte Berichte britischer Forscher, die das normalerweise vom Darm freigesetzte Hormon an Ratten und menschlichen Versuchspersonen erprobt hatten: Tiere wie Menschen nahmen in den 24 Stunden nach Behandlung mit PYY offenbar ohne Hungergefuehle ein Drittel weniger Kalorien zu sich. In der kommenden Ausgabe von “Nature” erheben gleich zwoelf Forschergruppen gemeinsam Einspruch: In ihren Versuchen an Nagern war von einer Hunger daempfenden Wirkung des PYY nichts zu spueren war. Der krasse Widerspruch wirft eine Reihe von Fragen auf: Wie kann es zu solchen Gegensaetzen kommen? Sind beim Wettrennen um neue Medikamente uebliche Vorsichtsmassnahmen der Wissenschaft ausser Kraft gesetzt? Was bedeutet der Rueckschlag fuer die Hoffnungen, in absehbarer Zeit ein Medikament gegen Uebergewicht zu finden?
Es diskutieren
Dr. Marc Birringer (angefragt), Leiter der Forschung und Entwicklung, peptides & elephants GmbH, Bergholz-Rehbruecke
Prof. Dr. Susanne Klaus Leiterin der Arbeitsgruppe “Physiologie des Energiestoffwechsels” am Deutschen Institut fuer Ernaehrungsforschung Potsdam-Rehbruecke (DIfE)
Prof. Dr. Volker Schusdziarra Stoffwechselambulanz im Else-Kroener-Fresenius-Zentrum fuer Ernaehrungsmedizin, Klinikum rechts der Isar, Muenchen
Dr. Matthias Tschoep Associate Professor am Department of Psychiatry, Obesity Research Center, University of Cincinnati - Genome Research Institute.
Herr Dr. Tschoep wird per Telefonkonferenz aus Cincinnati (USA) zugeschaltet.
Moderation: Grit Kienzlen
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