Beiträge für Dezember, 2007

28. Dezember 2007

Tablette gegen Zyankali-Vergiftung

US-Forscher haben ein Gegenmittel gegen Zyankali und andere giftige Zyanide entwickelt, das in weniger als drei Minuten wirkt. Es kann im Gegensatz zu bisher gebräuchlichen Gegengiften oral, also in Form einer Tablette oder eines Pulvers, eingenommen werden und ist dank einer Wirkdauer von mehr als einer Stunde auch zur Vorbeugung einer Vergiftung geeignet. Gedacht ist das Mittel vor allem für Feuerwehrmänner, die unter anderem bei Schwelbränden häufig hohen Konzentrationen von Zyaniden ausgesetzt sind, sowie für Opfer von Unfällen in der chemischen Industrie oder von Giftgasanschlägen. In Tierversuchen habe sich das Mittel bereits als ungewöhnlich effektiv erwiesen, klinische Studien sollen daher so schnell wie möglich folgen, berichten die Forscher um Steven Patterson von der Universität von Minnesota.

wellnes
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27. Dezember 2007

Leberfibrose demnächst heilbar?

Amerikanischen Forschern ist es gelungen, das Einwuchern von Bindegewebe in die Leber bei Leberfibrose rückgängig zu machen und das gesunde Lebergewebe wiederherzustellen. Die Wissenschaftler um Martina Buck von der Universität von Kalifornien in San Diego schalteten in bestimmten Zellen der Leber ein Eiweiß aus, das für das Entstehen übermäßiger Mengen an Bindegewebe bei der Leberfibrose verantwortlich ist. Zwar konnten bis jetzt nur Mäuse auf diese Weise geheilt werden. Die Forscher erhoffen sich aber, in der Zukunft so auch Menschen zu helfen.
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Bei der Leberfibrose vermehrt sich das Bindegewebe und verdrängt nach und nach die eigentlichen Leberzellen. Schuld daran sind die sogenannten Sternzellen der Leber. Diese Zellen sind eigentlich für die Speicherung von Fett zuständig. Bei der Fibrose aber verändern sie sich und produzieren Unmengen von Kollagen, dem Hauptbestandteil von Bindegewebe. Auslöser für eine solche Fibrose können unter anderem Hepatitis B- oder C-Viren oder auch übermäßiger Alkoholkonsum sein. Im schlimmsten Fall mündet die Fibrose in eine Leberzirrhose, bei der das gesunde Lebergewebe vollständig zerstört ist. Eine Heilungsmöglichkeit gibt es bisher nicht.

Buck und ihre Kollegen haben nun entdeckt, was in den Sternzellen bei der Entstehung einer Fibrose schief läuft: Ein bestimmtes Eiweiß ist besonders aktiv und schaltet so die Kollagenproduktion in den Zellen an. In Mäusen, die unter einer Leberfibrose litten, gelang es den Forschern, dieses Eiweiß zu blockieren. Die Sternzellen stoppten daraufhin die Kollagenproduktion und die gesunden Leberzellen bildeten sich zurück, erklären die Wissenschaftler.

Bei Menschen, die unter einer Leberfibrose leiden, ist genau das gleiche Eiweiß in den Sternzellen aktiv wie bei den Mäusen, so die Forscher. Deswegen erhoffen sich Buck und ihre Kollegen, mit ihrer Methode auch Menschen helfen zu können. Nicht nur in der Leber, sondern auch in der Lunge oder nach Verbrennungen soll so die krankhafte Bindegewebsproduktion aufgehalten werden.

Mitteilung der Universität von Kalifornien, San Diego

wellnes
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22. Dezember 2007

DGE: Hormone im Mutterleib beeinflussen Transsexualität

Hormonelle Störungen während der Embryonalentwicklung scheinen dazu beizutragen, dass ein Mensch transsexuell geboren wird.
Dies zeigt eine aktuelle Studie: Männer verspüren eher den Wunsch als Frau zu leben, wenn Sie als Kinder im Mutterleib einem niedrigen Spiegel männlicher Geschlechtshormone ausgesetzt waren. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) setzt sich für weiterführende Forschung ein. Denn neue Erkenntnisse könnten den Betroffenen helfen, sich für oder gegen ein Leben im anderen Geschlecht zu entscheiden.

Etwa einer von 12.000 Männern wünscht sich, eine Frau zu sein – obwohl sein biologisches Geschlecht männlich ist. Bei Frauen ist Transsexualität seltener, etwa eine von 30.000 biologischen Frauen wäre gerne ein Mann. Sich mit dem eigenen biologischen Geschlecht nicht identifizieren zu können, belastet die Betroffenen: „Der Wunsch, das Geschlecht zu wechseln ist meist sehr stark ausgeprägt, häufig kompromisslos“, erläutert Prof. Dr. Med. Günter Karl Stalla, Beirat der Sektion Neuroendokrinologie der DGE aus München. Viele Betroffene würden berichten, dass sie schon als Kind das Gefühl hatten, im falschen Geschlecht zu leben. Mitunter versuchten sie, ihr biologisches Geschlecht nach außen zu verbergen: „Schlimmstenfalls kommt es zu Selbstverstümmelungen, Depressionen oder Suizidversuchen“, so Professor Stalla.

Für die Wissenschaft ist Transsexualität vor allem deshalb rätselhaft, weil sich Transsexuelle genetisch, hormonell und anatomisch eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen – jedoch nicht dem, mit dem sie leben wollen. Der Neuroendokrinologe Stalla und seine Mitarbeiter überprüften die Hypothese, dass Hormonstörungen für Transsexualität mitverantwortlich sind. Dazu bestimmten sie bei mehr als 100 Transsexuellen das Verhältnis der Länge von Zeige- zu Ringfinger. Denn dieser Wert ist umso höher, je weniger männliche Geschlechsthormone – so genannte Androgene – während der vorgeburtlichen Entwicklung auf ein Kind einwirken.

„Das Ergebnis liefert für Mann-zu-Frau-Transsexuelle eine biologische Erklärung für die Entstehung der Transsexualität“, erläutert Professor Stalla: Bei ihnen fanden die Forscher einen höheren Verhältniswert als bei Männern, die sich auch als solche fühlen. Ihre Fingerlänge entsprach in etwa der von heterosexuellen Frauen. Dementsprechend waren die Mann-zu-Frau-Transsexuellen im Mutterleib geringeren Mengen Androgen ausgesetzt als der Durchschnitt. „Wir müssen weiter an den Ursachen forschen, um besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können und besser in der Lage zu sein, sie therapeutisch zu unterstützen.“ Es gäbe zwar derzeit hormonelle Therapien zur Geschlechtsumwandlung, allerdings „sind viele Hilfen pragmatisch entwickelt worden und verbesserungsfähig“, so der Experte.

wellnes
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22. Dezember 2007

Auch über kosmetische Mittel können Verbraucher größere Mengen Cumarin aufnehmen

Der natürliche Aromastoff Cumarin kann bei besonders empfindlichen Personen Leberschäden verursachen. Die Wirkung ist allerdings reversibel, wenn kein Cumarin mehr aufgenommen wird. Der Pflanzeninhaltsstoff kommt in Waldmeister und Steinklee, in größeren Mengen auch in Cassia-Zimt vor. Verbraucher nehmen ihn vor allem über Lebensmittel auf, die viel Cassia-Zimt enthalten. Außerdem wird synthetisch hergestelltes Cumarin kosmetischen Mitteln als Duftstoff zugesetzt und kann über die Haut in den Körper gelangen. Um zu beurteilen, in welchem Umfang kosmetische Mittel zur Belastung des Verbrauchers mit Cumarin beitragen, hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Analysenergebnisse der Überwachungsbehörden der Bundesländer bewertet. Das Ergebnis: Allein durch den Gebrauch kosmetischer Mittel mit hohen Cumaringehalten könnten Verbraucher die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von Cumarin überschreiten. Bislang ist allerdings nicht abschließend geklärt, ob Cumarin, das über die Haut aufgenommen wird, die Leber ähnlich schädigt wie Cumarin, das über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird. Bis diese Frage abschließend geklärt ist, geht das BfR in seiner Bewertung vorsorglich davon aus, dass die lebertoxischen Wirkungen in beiden Fällen vergleichbar sind. „Die Exposition der Verbraucher gegenüber Cumarin, zu der auch kosmetische Mittel beitragen, sollte reduziert werden“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. Bei kosmetischen Produkten für Säuglinge und Kleinkinder sollte auf den Einsatz von Cumarin aus Vorsorgegründen verzichtet werden. Weitere Analysen kosmetischer Mittel sind erforderlich, denn das vorliegende Datenmaterial liefert noch keinen umfassenden Überblick über deren Cumaringehalte. Die Hersteller sind aufgefordert, die nötigen Daten zur Verfügung zu stellen.

Cumarin kann bei besonders empfindlichen Personen die Leber schädigen. Im Tierversuch hat die Substanz in hohen Konzentrationen Krebs ausgelöst. Für Cumarin wurde auf der Basis der Lebertoxizität eine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (Tolerable Daily Intake, TDI) von 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht abgeleitet, die längerfristig nicht überschritten werden sollte.

Cumarin kommt nicht nur in Lebensmitteln vor, sondern wird auch in kosmetischen Mitteln eingesetzt. Als synthetisch hergestellter Duftstoff verleiht Cumarin Parfüms, Duschgelen, Lotionen und Deodorants eine herbe, nach Lavendel oder Moos duftende Note. Während Lebensmitteln nicht mehr als zwei Milligramm Cumarin pro Kilogramm als Aroma zugesetzt werden darf, gelten für Cumarin in kosmetischen Mitteln keine Mengenbegrenzungen. Da Cumarin aber, wie viele andere Duftstoffe auch, bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen kann, muss es in kosmetischen Mitteln ab bestimmten Konzentrationen gekennzeichnet werden. Cumarin gelangt leicht durch die Haut in den menschlichen Körper. Kosmetische Mittel können damit zur Gesamtexposition von Verbrauchern gegenüber Cumarin beitragen.

Bisher lagen kaum Daten darüber vor, in welchem Umfang und in welchen Mengen Cumarin in Kosmetikprodukten enthalten ist. Die Überwachungsbehörden der Bundesländer haben daher stichprobenartig kosmetische Mittel auf ihren Cumaringehalt untersucht. Zu den Produkten zählten vor allem Parfüms, aber zum Beispiel auch Hautgele, Körperlotionen und Hautöle - also Produkte, die nach der Anwendung auf der Haut verbleiben. Legt man die maximal gemessenen Cumaringehalte der untersuchten Parfüms zugrunde („worst-case“-Abschätzung), kann die Cumarinaufnahme den TDI deutlich überschreiten. Bei Kindern könnte bei regelmäßiger Anwendung von stark cumarinhaltigen Hautgelen, Körperlotionen und Hautölen der TDI bis zu 20 Prozent ausgeschöpft werden.

Bei der Ableitung des TDI wurde vor allem die Cumarin-Aufnahme über Lebensmittel zugrunde gelegt. Ob Cumarin, das über die Haut aufgenommen wird, auf die Leber genauso wirkt wie identische Mengen, die über die Nahrung aufgenommen werden, ist nicht geklärt. Es gibt Überlegungen, wonach dermal aufgenommenes Cumarin weniger lebertoxisch sein könnte als oral aufgenommenes. Bis diese Frage wissenschaftlich abschließend geklärt ist, legt das BfR vorsorglich vergleichbare Wirkungen zugrunde.

Das Institut empfiehlt, die Gesamtexposition gegenüber Cumarin, zu der auch kosmetische Produkte beitragen, zu verringern. Bei Pflegeprodukten für Säuglinge und Kleinkinder sollte ganz auf den Einsatz von Cumarin verzichtet werden. Weitere Analysen kosmetischer Mittel auf ihre Cumaringehalte sind notwendig, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass neben den untersuchten Proben auch kosmetische Mittel mit höheren Cumaringehalten auf dem Markt sind.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

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19. Dezember 2007

Probiotika wirken bei Darmerkrankungen

Probiotika gelten als ein Wundermittel moderner Ernährung: Die Bakterienkulturen sollen Krankheiten vorbeugen oder deren Heilung beschleunigen und für Wohlbefinden sorgen. Wissenschaftler am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt nachgewiesen, dass Kulturen des Bakterienstamms „E. Coli Nissle“ tatsächlich Darmerkrankungen lindern können: In seiner aktuellen Publikation beschreibt das HZI-Team um die Projektleite-rinnen Dr.
Astrid Westendorf und Dr. Sya Ukena, dass die Bakterien die Darmoberfläche widerstandsfähiger machen, indem sie den Zusammenhalt der Epithelzellen stärken. Die Arbeit ist seit heute im Wissenschaftsportal PloS One online verfügbar.

Unser Darm ist ein komplexes Ökosystem. Dort leben riesige Mengen an Bakterien, die so genannte Darmflora. Sie hilft uns beim Verdauen der Nahrung. Die Oberfläche des Darms hat die Aufgabe, die Bakterien von unserem Körperinneren abzuschotten. Gelangen Mikroorganismen durch das Darmepithel in den Körper, kann es zu schweren Erkrankungen kommen.
Bei chronischen Darmentzündungen ist dies der Fall. Astrid Westendorf: „Wir konnten an Mäusen mit defekter Darmoberfläche zeigen, dass die Einnahme von E. Coli Nissle die Krankheitssymptome abschwächt.
Probiotika wirken tatsächlich – nicht nur der Glaube daran.“

Für ihre Erkenntnisse untersuchten Westendorf und Ukena Mäuse, die keine natürliche Darmflora besitzen. „Ein Teil dieser Mäuse erhielt mit dem Futter E. Coli Nissle“, erklärt Sya Ukena: „Bei diesen Tieren konnten wir nachweisen, dass vermehrt bestimmte Proteine gebildet werden, die den Zusammenhalt der Epithelzellen stärken. Bei der Vergleichsgruppe war das nicht der Fall.“

Dieses erste Ergebnis überprüfte Ukena dann an Mäusen, die an Kolitis litten: Ihr Darm war chronisch entzündet; sie litten unter Durchfall, Flüssigkeitsverlust und verloren rasch Gewicht. Sya Ukena: „Nachdem diese Mäuse die Probiotika bekamen, verbesserte sich ihr Zustand dramatisch – der Durchfall ließ nach.“ Eine Analyse des Darmgewebes ergab auch hier: Die Epithelzellen hatten die Produktion derjenigen Proteine gesteigert, die ihren Zusammenhalt stärken.

„Unsere Arbeit eröffnet neue Perspektiven bei der Suche wirksamer Therapien chronischer Darmerkrankungen“, ist sich Astrid Westendorf sicher: „Wir werden jetzt untersuchen ob sich Probiotika auch für die Behandlung weiterer chronischer Erkrankungen einsetzen lassen“.

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19. Dezember 2007

Nervenstimulator gegen Depressionen

Mediziner des Universitätsklinikums Jena www.uni-jena.de haben bei schweren Depressionen eine neue Therapie angewandt: Mit der Implantation eines elektrischen Stimulationsgerätes soll auch den Patienten geholfen werden, bei denen bisher keine der gängigen Therapien den gewünschten Erfolg brachte.

“Das eingesetzte Gerät von der Größe einer Uhr bewirkt über eine Stimulation des Nervus vagus eine Stimmungsverbesserung”, erklärt der Jenaer Psychiater Karl-Jürgen Bär die Wirkungsweise. Die Veränderung sei allerdings erst nach etwa sechs Monaten zu beobachten. Unklar ist den Forschern bislang auch, welche Patientengruppen von dem neuen Verfahren profitieren können. Alle bisher gesammelten Daten dazu stammen aus den USA, wo das Verfahren seit mehreren Jahren angewendet wird, wie die Mediziner berichten. Die Daten wecken die Hoffnung nun auch für therapieresistente Depressionspatienten mit Hilfe der Neurochirurgie eine Lösung finden zu können. Die Methode käme allerdings nur für eine kleine Gruppe der schwerstdepressiven Patienten in Frage. “Es wird zudem noch Zeit vergehen, bis wir die genaue Wirksamkeit des Verfahrens abschätzen können”, erklärt Bär.

Das so genannte Neuro Cybernetic Prosthesis-System (NCP) wird in Jena bereits erfolgreich in der Behandlung der Epilepsie eingesetzt. “Der Eingriff ist relativ klein”, so der Neurochirurg Rupert Reichart. “Wir implantieren eine Elektrode im linken Halsbereich mit einer direkten Verbindung zum Nerv und einen Impulsgeber im Achselbereich, die unter der Haut miteinander verbunden sind.” In bestimmten Abständen werden elektrische Signale an den Nerv übermittelt, der mit dem limbischen System im Gehirn verbunden ist und dort die für Stimmungen relevanten Regionen beeinflusst. Die Programmierung der elektrischen Stromstöße kann von den Medizinern sowohl hinsichtlich der Stimulationsrate, als auch der Stimulationsdauer und der Stimulationsstärke individuell eingestellt werden.

“Bisherige Erfahrungen mit diesem Verfahren machen uns zuversichtlich, das wir mit der Stimulation eine Methode gefunden haben, die bei schwerkranken Depressiven zu einem Abklingen der Symptome führen kann”, erklärt Bär. “In der Psychiatrie stehen wir allerdings beim Einsatz von operativen Verfahren und Stimulationsmethoden noch ganz Anfang.” Zunächst wollen die Forscher die Wirksamkeit des Verfahrens genau untersuchen. “Nur so können wir langfristig entscheiden, ob dieses Verfahren eine gute neue Möglichkeit der Behandlung werden könnte”, meint der Psychiater abschließend. Vor wenigen Tagen wurde am Universitätsklinikum Jena das Verfahren bei einer etwa 50-jährigen Patientin, die seit vielen Jahren an schweren Depressionen leidet, erstmals angewendet.

“Ganz kann ich die Zuversicht der Jenaer Kollegen nicht teilen”, so der Wiener Klinische Psychologe und Experte für Holopathische Medizin, Alexander H. Gaischin www.gaischin.at gegenüber pressetext. “Das NeuroCybernetic Prosthesis System der Houstoner Firma Cyberonics wurde bereits 1997 von der U.S. Food and Drug Administration (FDA) zugelassen, aber 2001 hat die FDA ein Warnschreiben an Cyberonics gesendet, nachdem 83 Todesfälle und Dutzende von Infektionsfällen der Behörde gemeldet wurden. In diesem Schreiben hat die FDA die Firma Cyberonics beschuldigt, diese Fälle bewusst verschwiegen bzw. Ursachenforschung absichtlich unterlassen zu haben”, so Gaischin.

“Die Anwendung operativer Stimulationsverfahren im Rahmen der psychiatrischen Klinik ist möglicher Weise eine viel versprechende Option, die bei schwerkranken Depressiven zu einer deutlichen Abnahme des Leidendruckes führen kann, aber bei allem Enthusiasmus muss vorab die Frage geklärt werden, weshalb in wenigen Jahren 83 Menschen an den Folgen dieses Eingriffes gestorben sind, bzw. weshalb die Infektionsrate weit über dem Durchschnitt erhöht war. Erst danach ist an Wirkungsforschung zu denken”, so Gaischin abschließend zu pressetext.

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