18. September 2008

Nach Schlaganfall: Operation oder Stent?

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Welches ist die bessere Behandlungsmethode für Schlaganfallpatienten in der Folge einer Einengung der oder Einbringen einer Gefäßstütze ()? Die erste wissenschaftlich aussagekräftige zum Vergleich dieser hat jetzt gezeigt: Beide Methoden sind gleichermaßen geeignet, einem weiteren innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Eingriff vorzubeugen.

Diese Ergebnisse der weltweit größten internationalen Vergleichs- SPACE (Stentgestützte Angioplastie der Carotis versus ) unter Federführung von Professor Dr. Dr.h.c. Werner Hacke, Ärztlicher Direktor der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg, ist am 6. September 2008 vorab in der Online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift “Lancet Neurology” veröffentlicht worden. Erste Ergebnisse von SPACE im Jahr 2006 hatten bereits gezeigt, dass beide unmittelbar nach dem Eingriff vergleichbare Komplikationsrisiken mit einem geringen Vorteil für die operative bergen.

: Ablagerungen rausschälen oder einbringen ?

Jährlich erleiden etwa 20.000 in Deutschland einen , der durch Ablagerungen in den Halsschlagadern (Arteriosklerose) verursacht wird. Das dieser Patienten, einen weiteren zu bekommen, ist besonders hoch. Dass dieses durch eine an der deutlich verringert werden kann, ist seit vielen Jahren bekannt. Bei dieser () schälen Gefäßchirurgen durch einen Zugang am Hals die - und Kalkablagerungen heraus und beseitigen so die Engstelle. Eine Alternative ist seit einigen Jahren das Einsetzen einer Gefäßprothese: Der wird durch einen Katheter zumeist über die Leiste in die eingebracht und hält sie offen. Der Blutfluss wird bei diesem kürzer unterbrochen, ein Schnitt am Hals ist nicht notwendig.

-Entscheidung muss individuell erfolgen

“Vielen Betroffenen und ihren Ärzte fiel die Entscheidung oder schwer, da aussagekräftige Vergleichsdaten bislang nicht vorlagen”, sagt Dr. Peter Ringleb, Oberarzt an der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg und Erstautor der Veröffentlichung. “Unsere Ergebnisse zeigen jetzt: .Das für einen weiteren ist in den ersten zwei Jahre nach dem Eingriff bei beiden vergleichbar niedrig.”

Für -Patienten sei zwar in den ersten 30 Tagen das , einen weiteren zu erleiden oder zu sterben, geringfügig höher, so Dr. Ringleb. Allerdings nicht so stark, dass von der - generell abzuraten sei. “Die Therapieentscheidung muss individuell getroffen werden”, sagt Dr. Ringleb. “Wichtiger als die Methode sind individuelle Faktoren der Patienten, vor allem das , und die Erfahrung des Behandlers. Innerhalb der SPACE- hatten - überraschenderweise - ältere Patienten (über 70Jahre) ein etwas niedrigeres Behandlungsrisiko bei der operativen ; Patienten unter 70 Jahren hatten ein niedrigeres bei der mit einem .”

Innerhalb von zwei Jahren: Jeder fünfzigste Patient erleidet weiteren

Die aktuellen Ergebnisse der SPACE- zeigen außerdem: Im Zeitraum zwischen Tag fünf nach dem Eingriff und dem Ende der Beobachtungszeitspanne von zwei Jahren erlitt etwa jeder 50. Patient erneut einen , sowohl nach einer als auch nach einer -. Beide unterscheiden sich hier nicht signifikant.

Allerdings bilden sich bei den -Patienten häufiger neue Engstellen der . “Bei elf Prozent der Patienten mit waren zwei Jahre nach dem Eingriff die Gefäße wieder verengt. Das sind doppelt so viele wie bei den operierten Patienten”, erklärt Dr. Ringleb. “Die klinische Bedeutung dieser erneuten Verengungen ist jedoch noch nicht geklärt. Innerhalb der kam es nur bei zwei Patienten, zu erneuten Durchblutungsstörungen. Für eine genauere Beurteilung müssen diese Patienten noch länger beobachtet werden.”

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