22. September 2008

“Tiefe Hirnstimulation verbessert die Lebensqualität von Patienten mit Parkinson 
und anderen Bewegungsstörungen”

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Seit April 2007 bietet die Universitätsklinik für der Otto-von-Guericke-Universität das der Tiefen Hirnstimulation an. In den meisten Fällen wird die bei Patienten angewendet, die an der ´schen Erkrankung, einer oder an (Zittern der Hände oder des Kopfes) leiden. Die Wirkweise der Tiefen Hirnstimulation lässt sich am Besten an der Parkinsonschen Erkrankung erläutern: Der des Botenstoffes „Dopamin“ im Hirngewebe ist die Hauptursache für diese Erkrankung und führt dazu, dass die elektrische Reizübertragung im gestört wird. Zu Beginn der Erkrankung kann der gut durch Medikamente ausgeglichen werden. Die kommt zum Einsatz, wenn die öse bei längerem Krankheitsverlauf ausgeschöpft ist oder die auf Grund von schwerwiegenden nicht mehr durchgeführt werden kann. Mit dieser Methode können gezielt krankhaft veränderte Aktivitäten in bestimmten Nervenzellverbänden des Hirngewebes durch elektrische Stimulation überschrieben werden.
Ganz wichtig für die Anwendung der ist die richtige Patientenauswahl, für die eine Reihe von und Untersuchungen vorgeschrieben ist. An der Otto-von-Guericke-Universität arbeiten daher die beiden eigenständigen Einrichtungen „Universitätsklinik für Neurologie“ und „Universitätsklinik für “ nicht nur eng zusammen, sondern bilden auch bewusst eine strukturelle Einheit. Der Neurochirurg, der die Stimulationssysteme implantiert ist Prof. Dr. J. Voges, der zuvor am Universitätsklinikum Köln tätig war, wo diese OP seit 1996 eingesetzt und kontinuierlich standardisiert wurde. Seit 2007 operiert Herr Prof. Voges in Magdeburg und hat im März 2008 einen Ruf als Universitätsprofessor und Direktor der Universitätsklinik für angenommen.

Für die werden Stimulationssysteme bestehend aus und einem implantiert. Bei diesem minimal invasiven Eingriff werden dem Patienten in örtlicher Betäubung millimeterdünne Stimulationselektroden in eine bestimmte Schaltzentrale tief unter der Großhirnrinde gelegt. Dieser Zielpunkt ist zuvor vom Operateur mit von MRT-Bildern (Magnetresonanztomographie), Computern und aufwendigen Rechenprogrammen auf den Millimeter genau bestimmt worden. Die eingepflanzte Stimulationselektrode hat jeweils vier Kontaktpunkte, über die der Stimulationsstrom abgegeben werden kann. Im Operationssaal testet der Neurochirurg gemeinsam mit dem Neurologen und dem Patienten, ob die Elektrode an einer guten Stelle liegt, d.h. ob bereits eine Besserung der Symptome erreicht werden kann oder ob durch die Stimulation (z. B. Sprachstörungen) ausgelöst werden. Abhängig von dem Testergebnis kann die Elektrodenlage noch während der angepasst werden. In Vollnarkose wird anschließend der Schrittmacher ähnlich einem Herzschrittmacher unter die Haut im Brustbereich implantiert. Mit eines Steuergerätes können Patient und betreuender Arzt den Schrittmacher durch die Haut hindurch einstellen und auf diesem Weg die Stimulation regulieren. Eine individuell optimierte Einstellung erfolgt in den ersten drei Monaten nach OP. Seit dem Start der Tiefen Hirnstimulation in Magdeburg wurden bereits circa 40 Patienten erfolgreich operiert. Die ist ein hochwirksames , das bei den hier genannten Erkrankungen in über 95% der Fälle die gestörten Bewegungsabläufe wesentlich verbessert oder vollständig normalisiert. Dadurch werden dauerhaft Aktivitäten des täglichen Lebens erleichtert und durch die neu gewonnene Selbständigkeit und Unabhängigkeit auch die Lebensqualität der Betroffenen verbessert.
Beide Kliniken (Universitätsklinik für Neurologie und Universitätsklinik für ) betreuen ihre Patienten auf modern ausgestatteten Stationen mit insgesamt 54 Betten, die sich in einem Klinikgebäude befinden, das nach neuesten Erkenntnissen des Krankenhausbaus konzipiert und im Jahr 2004 fertig gestellt wurde (Haus 60a / 60b).

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsklinik für Neurologie (Direktor: Prof. Dr. med. H.-J. Heinze)
Universitätsklinik für (Direktor: Prof. Dr. med. J. Voges)
Leipziger Str. 44
39120 Magdeburg

Kontakt:
Prof. Dr. med. Jürgen Voges

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