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20. November 2007

Rauchen fördert die Glatzenbildung

Raucher bekommen früher und schneller Haarausfall und eine Glatze als Nichtraucher. Das schließen Wissenschaftler aus Taiwan aus einer Studie an insgesamt 740 asiatischen Männern. Das Rauchen könnte sich schädlich auf die haarbildenden Zellen oder den Hormonhaushalt auswirken, vermuten die Wissenschaftler um Lin-Hui Su vom Far Eastern Memorial Hospital in Taipeh als mögliche Gründe.

Die Forscher fragten die Studienteilnehmer, die im Durchschnitt 65 Jahre alt waren, ob und wie viel sie in ihrem Leben geraucht hatten und wann erste Anzeichen von Haarausfall aufgetreten waren. Erfasst wurden zudem Angaben zu weiteren Faktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Alkoholkonsum und Krankheiten wie Diabetes. Bei der Auswertung aller Daten fanden die Forscher einen deutlichen Zusammenhang zwischen Rauchen und der Tendenz zum Haarausfall. Einfluss auf die Glatzenbildung hatten sowohl die Dauer des Zigarettenkonsums als auch die täglich konsumierte Menge an Zigaretten.

Verantwortlich für diesen Zusammenhang könnten vielerlei Gründe sein, erklären die Wissenschaftler. So könnten Schadstoffe im Zigarettenrauch die feinen Blutgefäße, die auch die haarbildenden Zellen versorgen, schädigen und so deren Absterben begünstigen. Möglich sei jedoch auch ein schädigender Einfluss auf die DNA der Zellen im Haarfollikel, in der die Haare gebildet werden. Auch könnte sich das Rauchen auf den Hormonhaushalt auswirken, was wiederum zu Haarausfall führen kann. Als weiteren möglichen Grund sehen die Forscher schließlich durch das Rauchen ausgelöste Entzündungsreaktionen, die die Zellen der Haut angreifen.

Auch wenn Haarausfall bei Männern zu einem wesentlichen Teil genetisch bedingt sei, spielten bei der Glatzenbildung zusätzlich durchaus äußere Faktoren wie das Rauchen eine Rolle, schreiben die Wissenschaftler. Männer, bei denen der Haarausfall bereits sehr früh einsetze, sollten daher rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen.

Lin-Hui Su (Far Eastern Memorial Hospital in Taipeh) et al.: Archives of Dermatology, Band 143, Seite 1401

gesundheit
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20. November 2007

Wie die Parkinson-Gentherapie wirkt

Eine vor einem halben Jahr vorgestellte Gentherapie gegen Parkinson verbessert die Bewegungsfähigkeit der Patienten, indem sie dauerhaft die Stoffwechselvorgänge im Gehirn verändert. Das haben die amerikanischen Mediziner, die ihren neuartigen Ansatz bereits im Juni vorgestellt hatten, jetzt bei einer erneuten Auswertung der Daten gezeigt. Die Ergebnisse sprächen gegen die mehrfach geäußerten Vermutungen, dass die Besserung auf einen Placebo-Effekt zurückzuführen sei, kommentieren die Forscher.
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Die Forscher hatten bei zwölf Freiwilligen ein Gen namens GAD mit Hilfe eines unschädlich gemachten Virus direkt ins Gehirn eingeschleust. Ziel dieses Eingriffs war es, die überschießende Aktivität einer Hirnregion namens Subthalamus zu reduzieren, die für die Steuerung von Bewegungen zuständig ist und bei Parkinsonpatienten überreagiert. Aus Sicherheitsgründen und um eine Kontrollmöglichkeit zu haben, behandelten die Forscher dabei lediglich eine Seite des Gehirns. Schon die ersten Untersuchungen der Probanden zeigten, dass sich die Aktivität im Subthalamus etwa drei Monate nach der Behandlung normalisierte – und zwar ausschließlich auf der behandelten Seite. Gleichzeitig trat bei neun der zwölf Freiwilligen eine messbare Verbesserung der Symptome ein.

In der neuen Untersuchung konnten die Wissenschaftler diese Ergebnisse nun bestätigen: Nach sechs und auch noch nach zwölf Monaten lag die Aktivität im Subthalamus unter der auf der nicht operierten Seite. Parallel dazu stieg in der behandelten Hirnhälfte die zuvor deutlich verringerte Stoffwechselrate in den Bewegungszentren an. Neben diesen lokalen Veränderungen konnten die Forscher zudem Veränderungen in einem globalen Netzwerk von Hirnregionen messen, das bei Parkinsonpatienten typischerweise ein ungewöhnlich hohes Aktivitätsniveau zeigt. Die Stärke dieser Veränderungen entsprach in etwa dem Grad der klinischen Verbesserung der Bewegungsstörungen, schreiben die Forscher.

Die beobachteten Veränderungen gleichen denen, die mit anderen wirksamen Therapien wie etwa der Tiefenhirnstimulation erzielt werden, so die Wissenschaftler. Sie halten es daher für unwahrscheinlich, dass es sich bei der Wirkung um einen Placeboeffekt handelt, der – wie frühere Studien gezeigt hatten – bei Parkinson überdurchschnittlich stark ausgeprägt sein kann. Um einen solchen Effekt vollständig auszuschließen, wollen die Forscher in die nächste Studie eine scheinbehandelte Kontrollgruppe mit einbeziehen. Zwei der Autoren haben dabei neben dem wissenschaftlichen auch ein wirtschaftliches Interesse an einem Erfolg: Sie sind Mitgründer und Anteilseigner der Firma, die die Studien finanziert.

Michael Kaplitt (Cornell-Universität in Ithaca) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0706006104

gesundheit
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18. September 2007

Das Prinzip Arche Noah

Das Prinzip Arche Noah, ISBN-13: 978-3866121331

Die Familie sei bedrohter denn je, und Eva Herman schickt auf 245 Seiten die Arche Noah zur Rettung. Generationen und Familien zerfallen, Männer und Frauen dümpeln ohne Rollen-Zukunft vor sich hin, der Bogen ist weit gespannt und die Nachricht eindeutig: Wir leben und driften in einer “orientierungslosen Gesellschaft”. (more…)

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