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11. Februar 2007

Gemeines Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris (l.) Med.)

Das Hirtentäschel wird seit altersher gegen innere Blutungen, vor allem bei Frauenleiden (übermässige oder lang anhaltende Menstruation, Gebärmutterblutungen), gebraucht. Als ergänzende Therapie kommt es auch bei Erkrankungen der Harnorgane, Arterienverkalkung und Stoffwechselstörungen in Betracht. Äusserlich werden Umschläge bei Ekzemen und anderen Hautausschlägen, vor allem bei sogenanntem Wolf (Intertrigo) mit Erfolg angewendet.

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11. Februar 2007

Echtes Tausendgüldenkraut (Centaurium minus Moench)

Tausendgüldenkraut bildet den wichtigsten Bestandteil der »Bitteren Tinktur« sowie anderer pharmazeutischer Präparate. Es wirkt appetitanregend und verdauungsfordernd. Der aus der Droge bereitete Tee wird bei Verdauungsbeschwerden (Appetitlosigkeit, Sodbrennen, Magenschwäche, Aufstossen, Blähungen u. a.), bei Magendarmkatarrhen, Stoffwechselstörungen, Blutarmut, bei Erschöpfungszuständen nach schweren Krankheiten sowie gegen Darmparasiten verordnet.

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11. Februar 2007

Isländisches Moos (Cetraria islandica (l.) Ach.)

Isländisches Moos ist in Hustenteemischungen in anderen Präparaten enthalten. Der aus ihm bereitete Sirup (100 g Karamelzucker, 3/4 Liter Wasser und 10 g Trockendroge werden etwa 1/2 Stunde langsam gekocht) hat sich bei Erkrankungen der Atemwege und Lungentuberkulose bewährt. Die Droge wirkt ausserdem kräftigend, verdauungsfördernd und stoffwechselanregend. Von Diabetikern wird sie als nahrhafter Zuckerersatz verwendet. Den bitteren Geschmack beseitigt man, indem man das Isländische Moos 24 Stunden lang in Wasser mit etwas Soda oder Pottasche (5 g auf 1 Liter) liegen lässt und dann sorgfältig abspült.

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11. Februar 2007

Grosses Schöllkraut (Chelidonium majus L.)

Droge findet in der pharmazeutischen Industrie Verwendung zur Herstellung dermatologischer Präparate und zur Gewinnung der in ihr enthaltenen Alkaloide, ausserdem im Pflanzenschutz; mit der Abkochung kann man Zierpflanzen zum Schutz gegen Blattläuse und andere Insekten spritzen. Auf Grund neuester Forschungsergebnisse wird Schöllkraut äusserlich in Form von Fertigpräparaten zur Behandlung von Hauttuberkulose (Lupus) und Hautkrebs gebraucht. Die in der Droge enthaltenen zahlreichen Alkaloide, von denen bisher zwölf isoliert wurden, unter ihnen insbesondere Chelidonin, Sanguinarin, Chelerythrin und Berberin, wirken bakterizid (bakterientötend), vor allem auf sogenannte grampositive Bakterien.

Achtung: Das Große Schöllkraut ist eine Giftpflanze. Ärztliche Überwachung während der Behandlung ist unbedingt erforderlich. Beim Sammeln muss man Handschuhe und Schutzbrillen tragen, da der aus der Pflanze austretende gelbe Milchsaft hautreizend wirkt, Blasen hervorrufen und die Hornhaut ätzen kann.
(Persönliche Anmerkung des Autors: In meiner Kindheit war es allgemein üblich, mit dem Saft des Schöllkrautes Warzen zu betupfen, die daraufhin innerhalb weniger Tage verschwanden - nicht zur Nachahmung empfohlen!)

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11. Februar 2007

Gemeine Wegwarte, Zichorie (Cichorium intybus L.)

Zichoriendrogen (Blüten und Wurzeln) fördern die Verdauung und regen den Stoffwechsel an. Sie werden bei Leber- und Gallenkrankheiten sowie bei nervösen Erschöpfungszuständen verabreicht. Die Wurzeldroge findet auch bei der Behandlung von Diabetikern (Zuckerkranken) Verwendung. Aus frischen, jungen Blättern bereitet man einen schmackhaften Salat. Die Wurzel kultivierter Pflanzen dient zur Herstellung von Kaffee-Ersatz. Der in der Wegwarte enthaltene Bitterstoff ist unschädlich, so dass die Droge auch bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren, Blutungen u.s.w. genommen werden kann.

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11. Februar 2007

Benediktenkraut (Cnicus benedictus L.)

Benediktenkraut ist ein wichtiger Bestandteil vieler Magentees und alkoholischer Kräuterextrakte sowie einiger Bitterliköre. Es wirkt verdauungsfördernd, nervenstärkend und stoffwechselanregend. Gute Ergebnisse wurden mit der Droge auch bei fieberhaften Erkrankungen erzielt. Im Teegemisch mit Eberraute, Schafgarbe und Wegwarte wird Benediktenkraut bei Appetitlosigkeit verordnet. Die Droge soll auch antibiotisch wirken, vor allem bei einigen Viruserkrankungen wie Herpes (Bläschenausschlag), sie erhöht die Ausscheidung von Harnsäure, so dass bei Gicht, Rheuma u.ä. gute Ergebnisse erzielt werden. Aus Benediktenkraut bereitete Medizinalweine werden als Kräftigungsmittel verabreicht. Äusserlich beschleunigt der aus frischen Blättern bereitete Saft das Heilen von eiternden Wunden, Hautausschlägen usw.

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