12. September 2008

Man muss nicht groß sein, um großes zu bewirken - Bad Bertrich erstrahlt im Lichterglanz!

Neben der einzigen Glaubersalztherme Deutschlands besitzt der Kurort Bad Bertrich vor allem eines: kreative Köpfe wenn es darum geht mit außergewöhnlichen Veranstaltungen von sich Reden zu machen.
Der kleine Ort – idyllisch gelegen zwischen Mosel und den Maaren der Vulkaneifel bietet Kur- und Urlaubsgästen ein Erholungsprogramm der besonderen Art! Neben des erstklassigen gesundheitlichen Angebotes gibt es für die Gäste einiges zu entdecken. Schon jetzt lädt der Kurort zum Lichterfestival „Heller Herbst 2008“ vom 18. Oktober bis 02. November 2008 ein.
Kennen Sie Bad Bertrich? Nein? Ist es vielleicht zu klein? Das kann nicht sein, Sie kennen doch auch das Dorf von Asterix und Obelix in Aremorica, oder? Wissen Sie wie das Dorf der verrückten Gallier heißt? Nein? Können Sie auch nicht, denn es hat keinen Namen.
Trotzdem wissen Sie genau wovon wir sprechen, nicht wahr? Und warum? Weil es in diesem Dorf solche Besonderheiten gab, dass sogar die großen Römer ganz nervös wurden. So, und nun wissen Sie ungefähr, wie es in Bad Bertrich zugeht. Ach ja, unser kleiner Ort liegt übrigens in der Eifel und besitzt selbstverständlich auch etwas ganz besonderes – nämlich die einzige Glaubersatztherme Deutschlands!
Im Gegensatz zu den Gallieren verteidigen wir unseren Besitz aber nicht bis aufs Blut, sondern laden alle Menschen, die Ihrem Körper und der Seele etwas Gutes tun wollen, herzlich ein unsere Kur- und Urlaubsgäste zu werden!
Asterix und Oberlix sind auch ständig Feuer und Flamme, um Ihr besonderes Dorf mit ganzer Kraft zu verteidigen. Der Unterschied zu uns ist aber, dass wir Feuer und Flamme dafür sind, alle Menschen – von unserem glaubersalzhaltigen Zaubertrank zu kosten. In den letzten beiden Oktoberwochen bis zum 02. November 2008 erstrahlt Bad Bertrich im phänomenalen Lichterglanz. Der ganze Ort leuchtet in bunten und warmen Farben zu dieser Zeit bis weit über die Ortsgrenzen hinaus. Eine wirklich einzigartige Attraktion für die Bewohner und vor allem für die Touristen, die neben Ihrem Wellness- und Erholungsprogramm gern die eine oder andere Abwechslung erleben möchten. Sie werden von den vielen Lichtern magisch angezogen, schlendern warm angezogen durch die romantischen Gässchen, um vor Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten staunend stehen
zu bleiben. Im Anschluss laden die vielen gemütlichen Restaurants, Weinlokale und Kneipen zum Schlummertrunk ein. . . Wir sind sicher, dass dieses Erlebnis eine traumhafte Nachtruhe nach sich zieht und sich die Gäste spätestens dann in den kleinen Kurort-Bad Bertrich verlieben, falls sie es bis dahin noch nicht getan haben.

Der Bäder-Führer informiert hier eingehender über Bad Bertrich:

<a href="http://www.baeder-fuehrer.de/kurorte/600841.html

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5. Mai 2008

Horror vor der Zahnbehandlung: Mit Verhaltenstherapie gegen den Angstkreislauf

Für so manchen gehört der Besuch beim zu den lästigen Pflichten, denen man von Zeit zu Zeit und manchmal auch notgedrungen nachkommen muss. Für einige Menschen aber ist schon der blosse Gedanke an den Zahnarztstuhl oder den Geruch in der Praxis der reinste Horror. Menschen mit Zahnbehandlungsangst halten Zahnschmerzen oft jahrelang aus, versuchen sie vor anderen zu verbergen und bekämpfen sie mit Schmerzmitteln. Wenn sich der Zustand der Zähne weiter verschlechtert, wird die Hürde, zum zu gehen oder überhaupt nur einen Termin auszumachen, noch höher und ein Teufelskreis beginnt “ das müsste jedoch nicht sein. “Mit einer Verhaltenstherapie und in Zusammenarbeit mit geschulten Zahnärzten können wir heute die Dentalphobie sehr gut behandeln”, sagt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hiller vom Psychologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. “Auch, wenn sie in Kombination mit anderen Problemen auftritt.” Einer zufolge, ist für Menschen mit einer sogenannten -, Spritzen und Verletzungsphobie die Angst vor dem besonders gross.

In Deutschland leben laut Schätzungen rund 12 Millionen Menschen unter Dentalphobie, wie die Zahnbehandlungsangst auch genannt wird. Sie gehen entweder gar nicht oder nur mit extrem grosser Angst zum . Viele von ihnen haben bis zum ersten Besuch bei einem Arzt oder einer therapeutischen Praxis einen jahrelangen Leidensweg hinter sich, der von Rückzug und gesellschaftlicher Isolation, Verheimlichungen vor der Familie, Ängsten im Beruf bis hin zu Selbstmordgedanken geprägt sein kann. Auch zahnarzterprobten Patienten steht beim Bohren, Schleifen und Spritzen schon mal der Schweiss auf der Stirn. Für Dentalphobiker kann bereits der Griff zum Telefon, um einen Arzttermin auszumachen, eine unüberwindliche Hürde sein. Das Vermeidungsverhalten mündet oft in einen Angstkreislauf, der dazu führt, dass Patienten zehn, gar zwanzig Jahre lang keinen aufsuchen und die ständigen Zahnschmerzen mit Tabletten oder Alkohol bekämpfen.

Aus früheren Untersuchungen in Bochum ist bekannt, dass junge Leute mehr Angst haben vor dem als ältere und mehr als Männer, wobei meist ein früheres schmerzhaftes Erlebnis beim die Ursache dafür ist. In ungefähr einem Viertel der Fälle geht die Zahnbehandlungsangst auch mit der Angst vor Spritzen einher, wie eine Diplomarbeit von Maria Weigel an der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie des Psychologischen Instituts in Mainz zeigte.
Menschen mit einer -, Spritzen- und Verletzungsphobie empfinden die angstauslösenden Reize der Zahnbehandlungsangst noch stärker als andere Dentalphobiker. Bei der wurden 132 und 68 Männer zwischen 18 und 80 Jahren befragt. 25 bis 30 Prozent dieser Befragten, so zeigte sich, konnten den nicht angstfrei besuchen.

Mit Hilfe einer Verhaltenstherapie kann die Angst überwunden und der Kreislauf aus Vermeidungsverhalten und immer grösseren Zahnproblemen durchbrochen werden. Der Patient oder die Patientin geht dabei zunächst gemeinsam mit dem Therapeuten der Frage nach, wie die Zahnbehandlungsangst entstanden ist und aufrechterhalten wurde. “Am Anfang steht eine genaue Anamnese und Verhaltensanalyse”, erklärt Hiller. “Wann war der Patient zuletzt beim ? Wie hat er das erlebt? Welches Vermeidungsverhalten zeigt er? Was stört ihn beim Zahnarztbesuch besonders?” Anhand der Antworten stellt der Therapeut eine Angsthierarchie auf, an der die verhaltenstherapeutische ansetzt: Der Patient wird nach und nach mit verschiedenen angstauslösenden Situationen konfrontiert, wie dem Betrachten und später dem Berühren eines Zahnarztbesteckes, und lernt so, sich der Angst auszusetzen. Ist der Patient dazu bereit, folgt der Gang in die Zahnklinik, zuerst vielleicht nur als Zuschauer und später dann zur eigenen “ mit , wie die Fälle an der Poliklinischen Institutsambulanz der Universität Mainz zeigten.

Literatur:
Maria Weigel: Der Zusammenhang zwischen Zahnbehandlungsphobie und -, Spritzen- und Verletzungsphobie ( 2007)

Kontakt und Informationen:
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Hiller
Psychologisches Institut
Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-22344
Fax 06131 39-24623
E-Mail: hiller@uni-mainz.de

Weitere Informationen finden Sie unter
www.klinische-psychologie-mainz.de/

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26. Januar 2008

Bad Birnbach: Heilquelle als Tourismusmagnet

Rottal-Terme bietet 2.100 Quadratmeter Wasserfläche in 30 Becken

Eigentlich hatte man 1938 nach Erdöl gesucht, dann aber “nur” warmes Wasser gefunden. Die Geschichte des kleinen niederbayrischen Ortes Bad Birnbach www.badbirnbach.de liest sich ein wenig wie ein Märchen, denn dem 70 Grad heißen Wasser, das seit damals aus der Erde sprudelt, wird heilende Wirkung bescheinigt - vor allem bei Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen. 1976 wurde der touristische Leitbetrieb eröffnet und zieht seither Gäste aus dem In- und Ausland an.

“Die Region Rottal ist strukturschwach gewesen”, erklärt Alois Dorfner, Leiter der Kurverwaltung Bad Birnbach. Der Mythos Wasser habe den kleinen Ort aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Mit mehr als 770.000 jährlichen Übernachtungen wurde der Gesundheitstourismus zum größten Arbeitsplatz-Motor. “Wir haben nach bestem Wissen eine nachhaltige Entwicklung in Bad Birnbach forciert, um zu vermeiden, dass die Landschaft zerstört wird.” Tatsächlich ist man bei der Erweiterung des Dorfs zu einem modernen Kur- und Wellnessort sehr behutsam vorgegangen und hat versucht ein möglichst einheitliches Ortsbild zu schaffen, das zum Wohlfühlen einlädt. Mehrere Gutachten von Experten wurden erstellt. Zudem haben auch die Bewohner von Bad Birnbach mitgewirkt. “Ein Gutachterausschuss wacht darüber, dass Bad Birnbach so bleibt wie es einst geplant wurde. Das ist auch der Wunsch von weit über neunzig Prozent aller Gäste”, erklärt Dorfner.

Herzstück von Bad Birnbach ist ohne Zweifel die Rottal-Terme, die seit der Eröffnung mehrere Male vergrößert und verbessert wurde. Neben den klassischen Hallenbädern kann man hier an 365 Tagen im Jahr auch unter freiem Himmel baden. Die Badelandschaft wartet mit Wasserkaskaden, Massagedüsen und Kneipptretbecken auf. Im Vitarium mit seinen verschiedenen Saunen- und Dampfbädern kommen Naturisten auf ihre Rechnung, denn dieser Bereich ist dem hüllenlosen Baden vorenthalten. “Ganz neu gibt es hier das Prießnitzbad, eine Grotte aus Himalaya-Salzstein, eine Kristallsauna und einen Sole-Tempel”, so Dorfner. “Insgesamt stehen den Gästen 2.100 Quadratmeter Heilwasserfläche in 30 Becken mit 28 bis 40 Grad Celsius zur Verfügung.”

Zur dominierenden Gästeklientel im “Ländlichen Bad” zählen in erster Linie Ruhesuchende. “Die Rottal-Therme ist ohne Zweifel der Publikumsmagnet”, bestätigt Dorfner. Aber auch die Umgebung hat einiges zu bieten und eignet sich für Sportarten wie Nordic Walking, Wandern, Radfahren und auch Golfen. “Die Landschaft ist sehr reizvoll und es gibt sehr viel zu entdecken”, bemerkt Dorfner. Dazu gehören beispielsweise auch die bayrische Gastfreundlichkeit und die kulinarische Vielfalt. Zu den innovativen Projekten in Bad Birnbach gehört der neu errichtete Golfplatz Bellavista. Ein Vorteil dieses Golfplatzes liegt darin, dass er in Fußgängerentfernung zum Ort liegt. “So kann man in Bad Birnbach ganz leicht darauf verzichten, sein Auto in Betrieb zu nehmen”, erklärt Dorfner. Zudem können auch Anfänger Schnupperkurse in der Golfschule absolvieren.

wellnes
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28. November 2007

About

Der Gesundheitsführer ist ein Blog zu Themen rund um Gesundheit, Wellness und Therapie. Zur Zeit befinden sich ca. 5.500 Beiträge im Blog. Behandelt werden Themen wie Behandlung, Erkrankungen oder Therapie. Sie können durch schreiben von Kommentaren über die Themen mit uns diskutieren.

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28. November 2007

Prostatakrebs: Fettleibigkeit kann Testergebnisse verfälschen

Ärzte müssen das Gewicht eines Patienten berücksichtigen, wenn sie die Testergebnisse bei Prostatakrebs auswerten. Wissenschaftler des Duke Prostate Center www.dukehealth.org haben nachgewiesen, dass Fettleibigkeit die Ergebnisse verfälschen kann. Fettleibige Männer verfügen über mehr Blut. Aus diesem Grund kann die Konzentration der Antigene geringer sein, die als Marker für eine Erkrankung eingesetzt werden. Für die im Journal of the American Medical Association jama.ama-assn.org veröffentlichte Studie wurden die Daten von 14.000 Patienten ausgewertet. Dieser Forschungsansatz könnte erklären, warum stark übergewichtige Männer anscheinend an aggressiveren Krebsformen erkranken. Die Tumore dürften im Anfangsstadium einfach nicht festgestellt werden. Der PSA-Test für das prostataspezifische Antigen gilt als notorisch unzuverlässig. Rund ein Drittel der Männer mit erhöhten PSA-Werten werden nicht an Krebs erkranken. Trotzdem müssen sie umfangreiche Tests über sich ergehen lassen. Andererseits erkennt der Test laut Studie immer wieder eine Krebserkrankung nicht. Der Urologe Stephen Freedland erklärte, dass diese Forschungsergebnisse tatsächlich eine Begründung dafür liefern, warum fettleibige Männer dazu neigen niedrigere PSA-Werte zu haben als normalgewichtige. “Wird das Körpergewicht nicht berücksichtigt, übersehen wir vielleicht viele Krebserkrankungen.” Bei den dicksten Patienten lagen die PSA-Werte 21 Prozent unter jenen von normalgewichtigen. Allein in Großbritannien ist der Prostatakrebs für 13 Prozent der tödlichen Krebserkrankungen verantwortlich. Nach dem Lungenkrebs handelt es sich um die am häufigsten letale Krebserkrankung.
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26. November 2007

Kehlkopf- und Stimmgeschädigte: Die eigene Stimme aus dem Computer

Der Oldenburger Wissenschaftler Dr. Eduardo Mendel hat ein Softwareprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe kehlkopf- bzw. stimmgeschädigte Patienten über den Computer mit ihrer Umgebung sprachlich kommunizieren können – wobei ihre eigene Stimme zu hören ist. Es begann alles vor sieben Jahren mit einem dramatischen Anruf. Ein naher Freund erzählte dem Physiker Dr. Eduardo Mendel von der Diagnose Kehlkopfkrebs und dass er in wenigen Tagen operiert werden müsse und seine Stimme verlieren werde. Nach dem ersten Schock zerbrach sich Mendel den Kopf darüber, ob nicht die Stimme seines Freundes auf irgendeine Weise zu „retten“ sei. Er war überzeugt, dass es heutzutage möglich sein müsse, die eigene Stimme aufzunehmen und damit anschließend ein Sprechprogramm zu „füttern“. Der promovierte Physiker, der seit vielen Jahren im Bereich der Theoretischen Physik der Universität Oldenburg geforscht und gelehrt hat und hier derzeit Lehrbeauftragter ist, recherchierte sowohl im Internet als auch bei einschlägigen Firmen und musste feststellen, dass es keine entsprechenden Computerprogramme gab. Es existieren zwar Sprechprogramme, allerdings werden diese immer von einer unpersönlichen bzw. Künstlichen Stimme gesprochen. In aller Eile machte der Oldenburger Wissenschaftler dann eine Reihe von Tonaufnahmen mit seinem Freund – ohne zu wissen, was er eigentlich genau benötigen würde. Danach begann die Arbeit. Der jetzt 54-jährige Physiker musste sich in ein ihm bis dahin weitgehend unbekanntes Wissensgebiet einarbeiten: die Phonetik (Lautlehre) der deutschen Sprache. „Das war eine sehr, sehr mühselige Arbeit, da die deutsche Aussprache nicht eindeutig mit der Schreibweise übereinstimmt.“ Es half, dass er durch seine Studien in Chile, USA, Kanada und Israel mehrere Sprachen, unter anderem Spanisch beherrscht, in der die Schrift eindeutig phonetisch ist. Das andere große Problem neben der Phonetik war die Entwicklung eines Softwareprogramms, mit dem aus einem Fundus an Lauten und Silben neue Wörter und Sätze gebildet werden können. Nach fünfjähriger Entwicklungsarbeit war Mendel am Ziel: Er hatte sein Verfahren zur Reife gebracht und gründete daraufhin seine Firma, um es für Patienten zugänglich zu machen. Das Verfahren funktioniert so: Am Anfang steht die Sprachaufnahme bei Patienten, bei denen ein Stimmverlust droht. Mendel: „Es ist äußerst wichtig, dass die Patienten von dieser Möglichkeit früh erfahren, damit ihre Stimme noch gut klingt.“ Hauptsächlich handelt es sich um Menschen, die an Kehlkopfkrebs oder der neurologischen Krankheit ALS erkrankt sind. Die Patienten müssen eine Wortliste vorlesen, die mehrere tausend Silben und alle Phoneme beinhaltet, was rund drei Stunden dauert. Sobald der Patient seine digital gespeicherte Stimme benötigt, wird das „Sprachmaterial“ von Mendel und seinen Mitarbeitern ins individuelle Sprechprogramm „Meine-eigene-Stimme“ integriert und dem Patienten zugeschickt. Diese zweite Phase nimmt 60 bis 70 Arbeitsstunden in Anspruch. Nach der Installation des Programms auf seinem Computer kann dann der von Stimmverlust betroffene Patient Sätze eingeben, die anschließend von seiner „eigenen Stimme“ gesprochen werden. Zwar ist die Sprache aus dem Computer nicht völlig identisch mit der „lebendigen“ Sprache, da das Programm nicht ganze Satzmelodien nachbilden kann, allerdings ist der Klang völlig natürlich und in seiner Individualität eindeutig erkennbar. Inzwischen haben Mendel und seine Mitarbeiter für rund 50 Patienten ein angepasstes Softwareprogramm erstellt. „Wir haben bei weiteren 50 Patienten Sprachaufnahmen gemacht“, so Mendel, „aber glücklicherweise benötigen diese Patienten das Programm bislang noch nicht.“ In diesem Jahr ist das Verfahren in das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen aufgenommen worden. „Das ist natürlich ein großer Erfolg“, so Mendel, „andererseits ist die Bewilligungspraxis der einzelnen Kassen sehr unterschiedlich, und manchmal entscheidet sogar dieselbe Kasse von Fall zu Fall unterschiedlich.“ Dass das Programm, das 3.200 Euro kostet, abgelehnt wird, weil es teurer als die Sprechprogramme mit unpersönlichen Stimmen ist, mag Mendel nicht gelten lassen. „Gerade die eigene Stimme gehört zu den zentralen Dimensionen unserer Persönlichkeit“, sagt der Oldenburger Wissenschaftler. „Es ist wunderbar, auf diese Weise Menschen helfen zu können“, so Mendel, der von sehr positiven Rückmeldungen der Patienten berichtet. „Ich würde mir nur wünschen, dass die betroffenen Menschen sich früher bei uns melden. Oft können die Patienten kaum noch sprechen, wenn wir zu ihnen kommen.“ Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Patienten die Stimme eines nahen Verwandten aufnehmen lassen, falls die eigene Stimme schon zu sehr beeinträchtigt ist. Für Patienten, die außerdem noch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, funktioniert das Sprechprogramm in Kombination mit Eingabehilfen wie Bildschirmtastatur, Stirn- und Augensteuerung. Und der Freund mit dem Kehlkopfkrebs? „Dem geht es relativ gut“, erzählt Mendel, „aber mit dem heutigen ausgereiften Programm hätte ich ihm viel besser helfen können.“ Kontakt: Dr. Eduardo Mendel, E-Mail: mendel@uni-oldenburg.de, Tel. 0441/72261
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